Wells Fargo bleibt auf Wachstumskurs

John G. Stumpf
John G. Stumpf, zurückgetretener CEO Wells Fargo. (Foto: Wells Fargo)

John Stumpf, CEO Wells Fargo. (Foto: Wells Fargo)

San Francisco – Die US-Grossbank Wells Fargo lässt sich auch von den Unsicherheiten über die Geldpolitik in den USA nicht bremsen. Im dritten Quartal steigerte das Institut seinen Gewinn um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 5,8 Milliarden US-Dollar, wie es am Mittwoch in San Francisco mitteilte. Damit übertraf die Bank die Erwartungen von Analysten. Die Erlöse legten um drei Prozent auf 21,9 Milliarden Dollar zu.

Dabei machte sich auch eine geschickte Strategie angesichts der lange erwarteten und immer wieder verschobenen Zinswende der US-Notenbank bezahlt. Wells Fargo bietet seinen Kunden zunehmend an, Kreditverträge mit schwankenden Zinsen in Darlehen mit festen Belastungen umzuwandeln. Das liess die Zinseinnahmen steigen. Zugleich schlug sich die im April vereinbarte Übernahme eines neun Milliarden Dollar schweren Pakets von Immobilienkrediten des Grosskonzerns General Electric (GE) erstmals in den Zahlen nieder.

Am Dienstag einigte sich Wells Fargo mit GE auf einen noch grösseren Deal. Die Bank aus Kalifornien wird ein Portfolio von 32 Milliarden Dollar an gewerblichen Kredit- und Leasing-Geschäften von GE übernehmen. Wells Fargo ist einer der grossen Gewinner der Finanzkrise. Das Institut hat sich zum grössten Finanzierer von privaten Immobilien in den USA entwickelt und ist an der Börse inzwischen die wertvollste Bank der Welt. (awp/mc/ps)

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