Wells Fargo zahlt halbe Milliarde an US-Hausfinanzierer

John G. Stumpf
John G. Stumpf, zurückgetretener CEO Wells Fargo. (Foto: Wells Fargo)

John G. Stumpf, CEO Wells Fargo. (Foto: Wells Fargo)

Des Moines / Washington – Mit Wells Fargo wird eine weitere US-Grossbank wegen Hypothekengeschäften vor der Finanzkrise zur Kasse gebeten. Das wertvollste Kreditinstitut des Landes hat sich mit dem staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae auf eine Entschädigung von 591 Millionen Dollar geeinigt. Dafür hatte die Bank schon zuvor Rückstellungen gebildet.

Mit der Zahlung seien nahezu alle Streitigkeiten erledigt, erklärten die beiden Seiten am Montag. Schon im September hatte Wells Fargo sich mit dem zweiten grossen Immobilienfinanzierer Freddie Mac auf eine Entschädigung von 869 Millionen Dollar verständigt. Auch andere Banken wie JPMorgan Chase, die Citigroup und die Bank hatten dicke Schecks ausgestellt.

Der Hintergrund war immer der Gleiche: Die Immobilienfinanzierer hatten den Banken zahlreiche Hypotheken abgekauft, fühlten sich aber im Nachhinein über die Qualität getäuscht. Denn in der Krise ab 2007 konnten viele US-Hausbesitzer ihre Kreditraten nicht mehr bezahlen. Die Verluste waren so hoch, dass Fannie Mae und Freddie Mac vom Staat gestützt werden mussten. (awp/mc/ps)

 

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