ZGKB hält 2011 Reingewinn, Dividende unverändert

Pascal Niquille

ZGKB-Konzernchef Pascal Niquille.

Zug – Die Zuger Kantonalbank konnte im Geschäftsjahr 2011 bei widrigen Rahmenbedingungen ein vom Management als «zufriedenstellend» eingestuftes Ergebnis erzielen. Der Bruttogewinn sank infolge von Neueinstellungen und des Aufbaus des Anlagegeschäftes. Der Reingewinn konnte hingegen gehalten werden. Für das laufende Rechnungsjahr 2012 zeigt sich die Bankleitung «verhalten optimistisch».

Der Bruttogewinn sank im Berichtsjahr um 5,5% auf 115,0 Mio CHF, wie die ZGKB mitteilte. Der Reingewinn fiel mit 61,0 Mio auf Vorjahreshöhe (61,1 Mio) aus. Entsprechend werde der Generalversammlung vom 28. April 2012 die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 175 CHF je Aktie beantragt. Im Einzelnen sanken der Erfolg aus dem Zinsgeschäft um 4,4% auf 151,7 Mio CHF und der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 3,4% auf 40,7 Mio. Hingegen stiegen die Einnahmen aus dem Handelsgeschäft um 28% auf 14,7 Mio.

Aufbau des Anlagengeschäfts
Der Geschäftsaufwand nahm um 1,4% auf 95,8 Mio zu. Diese Zunahme und auch die Abnahme des Bruttogewinnes werden mit der Einstellung von qualifizierten Fachkräften und dem Aufbau des Anlagengeschäftes erklärt. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 45,4%.

Hypothekarkredite nehmen um 8,7 % zu
Die Bilanzsumme stieg um 8,8% auf 11,65 Mrd CHF. Dabei nahmen die Hypothekarkredite um 8,7% oder 747,3 Mio zu auf 9,31 Mrd zu. Die gesamten Kundenausleihungen betrugen 10,0 Mrd, was einem Anstieg um 8,3% entspricht. Die Kundengelder stiegen im Berichtsjahr um 7,9% auf 8,1 Mrd. Im Anlagegeschäft habe das Institut einen Zufluss von Netto-Neugeldern von lokalen Kunden um 279,0 Mio verzeichnet, so die Mitteilung weiter. Die Zahl der betreuten Mandate sei auf 775 von 544 gestiegen.

Eigenmittel doppelt so hoch wie vorgeschrieben
Die Eigenmittel werden mit 31,0 Mrd CHF ausgewiesen, was einem Anstieg um 3,0% entspricht. Damit seien die Eigenmittel doppelt so hoch, wie regulatorisch vorgeschrieben, heisst es weiter.

Verhaltener Optimismus für das laufende Jahr
Für das laufende Geschäftsjahr 2012 zeigt sich die Bankleitung «verhalten optimistisch». «Die Situation im europäischen Bankensystem bleibt angespannt – die Schuldenkrise ist ungelöst», wird der Präsident der Geschäftsleitung, Pascal Niquille, in der Mitteilung zitiert. Aufgrund der aktuellen Zinssituation und der für 2012 zu erwartenden Zinsen aber auch wegen der Entwicklung der Anlagemärkte rechne die ZGKB für 2012 mit einem tieferen Bruttogewinn, heisst es weiter. Es sei das erklärte Ziel der Vermögensverwaltung, im laufenden Jahr die Vermögen weiterhin zu bewahren. (awp/mc/pg)

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