ZKB Weekly KMU Portrait: Rapid Holding AG

Rapid Rex
Mähen im Steilhang mit Rapid Rex. (Foto: Rapid)

Mähen im Steilhang mit Rapid Rex. (Foto: Rapid)

Von André P. Spillmann, ZKB

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Geschäftsjahr 2015: Die Rapid Gruppe erzielte im vergangenen Jahr Erlöse von CHF 38.5 Mio. Da erstmals keine Immobilienerträge mehr zu verzeichnen waren, nachdem Ende 2014 der Zypressenhof verkauft wurde, sind die Erlöse mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Im Geschäfts­bereich Land-und Kommunaltechnik konnte die Rapid Technic AG in ihrem Kerngeschäft, der Sparte Einachsgeräte, den Umsatz um 2.5% auf CHF 24.9 Mio. steigern. Das Umfeld im Handelsgeschäft, der Sparte Traktoren und Spezialfahrzeuge, blieb 2015 schwierig. Der Umsatz reduzierte sich um 7.9% auf CHF 7.0 Mio.

Die Sparte Contract Manufacturing wurde im Geschäftsjahr 2015 durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses deutlich gebremst. Die dadurch erforderlichen Preisanpassungen wurden von vielen Kunden nicht akzeptiert, was zum Verlust von Aufträgen führte. Als Konsequenz reduzierte sich der Umsatz von CHF 6.6 Mio. im Vorjahr auf CHF 6.2 Mio. Insbesondere der Umsatz im Bereich Nutzfahrzeuge brach ein, was durch die zusätzlichen Aufträge in die Bahnindustrie und im Maschinenbau nur zum Teil kompen­siert werden konnte. Zusammenfassend sank der Umsatz der „neuen Rapid“ um 4% auf CHF 38.20 Mio. Obschon die Gruppe umgehend Massnahmen ergriffen hat, um die Organisation auf die veränderten Rahmenbedingungen auszurichten, ging der EBIT auf CHF –0.1 Mio. und der Reingewinn auf CHF –0.6 Mio. zurück.

Da die überschüssigen Finanzmittel über die nächsten Jahre an die Aktionäre ausgeschüttet werden, wurde wie im Vorjahr eine Dividende von CHF 50 je Aktie ausbezahlt. Ausserdem gab die Gesellschaft bekannt, dass sie im Jahr 2017 eigene Aktien am Markt zurückkaufen wolle, um ab der Generalversammlung 2017 die Ausschüttung ganz oder teilweise in Form von Aktien vornehmen zu können. Mit dem Rückkauf soll verkaufswilligen Aktionären auch ein Ausstiegsszenario angeboten werden.

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Ausblick
Im laufenden Jahr dürfte das Marktumfeld für alle Geschäftssparten anspruchsvoll bleiben. Die Rapid wird in den nächsten Monaten neue Produkte und Baugruppen mit Alleinstellungsmerkmalen lancieren. Diese Produkte zielen auf neue Märkte und sollen den Export ankurbeln.

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Fazit
Der Beschluss der Schweizerischen Nationalbank, die Euro/Franken Kursuntergrenze aufzuheben, hat die Rahmenbedingungen für die Rapid verschärft. Mit dem Verkauf der Liegenschaften sind rund 50% der Gesamterträge weggefallen. Wie sich die Erträge und Margen in Zukunft weiterentwickeln ist momentan schwierig abzuschätzen. Einzig das Geschäft mit den Einachsern konnte zulegen. Der Fokus liegt nun auf der Zunahme der operativen Stärke. Mit dem geplanten Aktienrückkaufprogramm dürfte sich die Liquid ität in Aktienhandel erhö­hen. Mit der aktuellen Liquidität in der Bilanz kann das Dividendenprogramm noch 4 Jahre fortgeführt werden. Sollte sich jedoch eine Gele­genheit für Zukäufe geben, dürfte sich die Dividendensituation verändern. Da die allfällig gekauften Aktien nicht vernichtet werden, können auch diese als Akquisitionswährung verwendet werden. Mit einer EK-Quote von 78% steht die Bilanz auf soliden Beinen. Im Bewertungs­vergleich mit Bucher Industries, sind die Aargauer leicht höher bewertet, dies dürfte eine Folge der hohen Rendite sein. Auch nach der Aus­schüttung beträgt das Preis/Buch Ratio tiefe 0.90, bei Bucher beträgt dieses 2.0. (ZKB/mc/ps)

Aktienkurs Rapid Holding AG bei ZKB eKMU-X

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