Zurich Insurance Group mit Programm 2014-16 auf Kurs

Martin Senn

Martin Senn, CEO Zurich Insurance Group. (Foto: Zurich)

Zürich – Die Zurich Insurance Group sieht sich mit dem vor Jahresfrist aufgegleisten Programm 2014-16 auf Kurs. Mit den Initiativen des Programms soll die Eigenkapitalrendite auf dem operativen Gewinn BOP in den langfristig angestrebten Bereich von 12 bis 14% geführt werden. In den USA bietet sich der Zurich im Unternehmenskundengeschäft und mit dem Partner Farmers auch Raum für Wachstum.

«Wir sind mit unserer Strategie auf Kurs», sagte CEO Martin Senn am Freitag vor Investoren in London. Man habe Kapital in ausgewählte Unternehmens- und Privatkundenmärkte investiert und sich aus Märkten zurückgezogen, welche die Profitabilitätsvorgaben der Gruppe nicht erfüllt hätten. Zudem sei die operative Effizienz verbessert worden und sowohl beim Zeichnen von Versicherungsgeschäft als auch im Investment-Bereich lasse man Disziplin walten, versprach Senn.

Arbeiten noch nicht abgeschlossen
Die Arbeiten des Programms 2014-16 seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte CFO George Quinn. In der Sachversicherung brauche es auf der Schadensseite weitere Verbesserungen und das Lebengeschäft soll ab 2016 pro Quartal mindestens einen BOP von 350 Mio USD zum Gruppenergebnis beisteuern. Zudem sei man insgesamt gut unterwegs, um bis 2016 auf Gruppenebene die erwarteten Kosteneinsparungen von 250 Mio USD zu erreichen.

Bis spätestens 2016 will die Zurich eine BOP-Rendite im Bereich von 12 bis 14% ausweisen. Im Jahr 2013 lag die Rendite um nicht-realisierte Kapitalgewinne oder -verluste bereinigt bereits bei 11,6%, nach neun Monaten im laufenden Jahr gar bei 11,8%. Die laufenden Massnahmen sollen bis 2016 einen positiven Beitrag von 1,5 bis 2 Prozentpunkten zur BOP-Rendite beisteuern. Unter Ausklammerung von Sondereffekten und bei einem «normalen» Schadenverlauf werde man so die Rendite an die Marke von 13% heranführen, sagte Quinn.

Wachstum mit NAC und Farmers
Am Investorentag in London erläuterte das Management zudem detailliert die Strategie im Geschäft mit dem US-Partner Farmers und im Unternehmenskundengeschäft in Nordamerika (North America Commercial, NAC), die zusammen über 40% der Gruppenerträge einbringen. Dabei sieht sich die Zurich in Nordamerika gut positioniert.

In Bereich NAC will man im anspruchsvollen Umfeld Marktanteile dazugewinnen und die Erträge steigern. Man habe dazu das Geschäft umgebaut, in die Kundensegmentation sowie in die Broker-Kanäle investiert, hiess es. Nun gehe es darum, die eingeleiteten Massnahmen umzusetzen.

Auch das Geschäft der genossenschaftlichen Gruppe Farmers, für welche die Zurich Management-Dienstleistungen erbringt, soll wachsen. Dazu seien zahlreiche Initiativen in den Bereichen Marke, Technologie, Kundenverhalten, Vertrieb und Ausbau des Geschäfts an der US-Ostküste eingeleitet worden. Der Ausbau im Osten der USA soll unter anderem auch in den Staaten Connecticut und Florida vorangetrieben werden. Bis das Geschäft dort aber profitabel werde, brauche es einige Jahre, so Farmers Group-Chef Jeff Dailey.

Aktie leicht im Plus
An der Börse legten die Aktien des Versicherers am Freitag 0,7 Prozent zu. Analysten hielten fest, dass die Präsentation keine «Breaking News» geboten habe und die Aktie nach der seit Jahresbeginn überdurchschnittlich starken Performance bereits ziemlich hoch bewertet sei.

Die Zurich sei solide genug kapitalisiert, um im kommenden Jahr wiederum hohe 17 CHF je Aktie an Dividende auszuschütten, ist man sich unter Analysten einig. Dem Management wurde auch die Frage nach der Möglichkeit eines Aktienrückkaufs gestellt. George Quinn liess sich diesbezüglich aber nicht in die Karten blicken und hielt lediglich fest, dass auch in diesem Jahr sehr viel Cash erwirtschaftet werde und das Ziel zum internen Solvenzmodell Z-ECM zuletzt übertroffen wurde. (awp/mc/upd/ps)

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