AMS Osram erfüllt im ersten Quartal die eigenen Versprechen

AMS Osram erfüllt im ersten Quartal die eigenen Versprechen
Aldo Kamper, CEO AMS Osram. (Foto: zvg)

Premstätten – Der Leuchten- und Sensorenhersteller AMS Osram hat im ersten Quartal 2026 wie erwartet weniger umgesetzt. Der Ausblick für das laufende Jahr bleibt unverändert gedämpft. Dafür scheint aber ein positiver Free Cashflow in Reichweite.

Von Januar bis März gingen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent 796 Millionen Euro zurück. Damit liege man im oberen Bereich der Prognosespanne, betonten die Österreicher am Mittwochabend in einem Communiqué. Neben dem Verkauf von zwei Geschäftseinheiten hätten vor allem auch saisonale Effekte zum Rückgang geführt.

Das bereinigte Betriebsergebnis auf Stufe EBTIDA sank ebenfalls um 3 Prozent auf 131 Millionen Euro. Die entsprechende Marge kam mit 16,5 Prozent ganz leicht über dem Vorjahreswert zu liegen. Ams Osram hatte einen Wert von «15 Prozent plus minus 1,5 Prozentpunkte» in Aussicht gestellt.

Man habe erste Einsparungen aus dem Effizienz- und Transformationsprogramm realisiert, hiess es dazu. Deren Höhe wird aber nicht beziffert.

Unter dem Strich resultierte ein bereinigter Reinverlust von 72 Millionen Euro, nach einem Fehlbetrag 23 Millionen im entsprechenden Quartals des Vorjahres. Nach IFRS schaute sogar ein Verlust von 154 Millionen heraus.

Positiver Cashflow ab 2027
Die Nettoverschuldung blieb zum Quartalsende mit 1,071 Milliarden Euro weitgehend stabil. Gleichzeitig war die Cash-Generierung positiv: Der Free Cashflow betrug laut AMS Osram im ersten Quartal bei 37 Millionen Euro. Dies vergleich sich mit einem Cash-Abfluss von 28 Millionen im Jahr zuvor.

Inklusive Devestitionen stellt AMS Osram für das Geschäftsjahr 2026 einen Free Cashflow mehr als 300 Millionen Euro in Aussicht. Verkäufe von Firmenteilen ausgerechnet werde dieser aber «deutlich negativ» ausfallen. Im Jahr 2027 dann aber erwarte man eine Rückkehr zu einem positiven Free Cashflow.

Gedämpfte Erwartungen an 2026
Für das laufende zweite Quartal stellt das Management einen Umsatz zwischen 725 und 825 Millionen Euro in Aussicht. In Sachen Profitabilität bleibt es beim jüngsten Wording: Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei «15 Prozent plus minus 1,5 Prozentpunkte» liegen.

Die Erwartungen für das gesamte Jahr bleiben unverändert, hiess es. Demnach soll der Umsatz wegen der Desinvestitionen und eines schwächeren US-Dollars moderat zurückgehen. Der bereinigte EBITDA werde durch verschiedene Einmaleffekte wie die Desinvestitionen aber auch höhere Edelmetallpreise belastet. (awp/mc/ps)

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