Anleger enttäuscht: Alcoa eröffnet Berichtssaison mit Fehlstart

Klaus Kleinfeld
Klaus Kleinfeld, ehemaliger Arconic-CEO.

Alcoa-CEO Klaus Kleinfeld.

New York – Der US-Aluriese Alcoa hat zum Auftakt der US-Berichtssaison einen klassischen Fehlstart hingelegt. Im dritten Quartal fiel der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert von 149 auf 44 Millionen Dollar (39 Mio Euro), wie der vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Konzern am Donnerstag mitteilte. Anleger reagierten enttäuscht – die Aktie fiel nachbörslich zunächst um über vier Prozent.

Das Unternehmen begründete den Gewinneinbruch mit hohen Sonderkosten. Alcoa befindet sich noch immer in einem Umbau, der die Bilanz belastet. Doch auch im operativen Geschäft lief es zuletzt nicht rund – der Umsatz sank um elf Prozent zum Vorjahr auf 5,6 Milliarden Dollar. Der seit Jahresbeginn um rund 14 Prozent gefallene Alu-Preis macht dem Konzern zu schaffen. Vorstandschef Kleinfeld sprach von konjunkturellem Gegenwind und starken Marktschwankungen.

Aufspaltung
Alcoa eröffnet traditionell den vierteljährlichen Bilanzreigen der US-Konzerne. Weil Aluminium in vielen Branchen eingesetzt wird, gelten die Zahlen als richtungsweisend. In der vergangenen Woche hatte Alcoa angekündigt, sich in zwei Unternehmen aufzuspalten. Die klassische Herstellung von Rohmaterialien wird von technologisch anspruchsvolleren Produkten getrennt. Unter dem Namen Alcoa soll weiter das traditionelle Geschäft laufen. (awp/mc/ps)

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