Arbeitslosenquote in Eurozone weiter bei 10,1% – tiefster Stand seit 2011

Griechenland Arbeitslosigkeit
Nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit in Griechenland: Stellenlose vor einem Arbeitsamt in Athen.

Griechenland kämpft weiterhin mit extrem hoher Arbeitslosigkeit: Stellenlose vor einem Arbeitsamt in Athen.

Luxemburg – Die Arbeitslosigkeit im Euroraum hat sich im Juni wie erwartet nicht verändert. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte, verharrte die Arbeitslosenquote bei 10,1 Prozent. Damit bleibt die Quote auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2011. Bankvolkswirte hatten dies erwartet.

Im Euroraum sind laut Eurostat derzeit 16,269 Millionen Menschen ohne Arbeit. Von Mai auf Juni verringerte sich die Zahl um 37 000. Zum Vorjahresmonat waren 1,363 Millionen Menschen weniger ohne Job.

Nach wie vor bleiben die Unterschiede zwischen den Euroländern gewaltig: Während die Arbeitslosenquote in Malta nur 4,0 Prozent und in Deutschland lediglich 4,2 Prozent beträgt, liegt sie in Griechenland bei 23,3 Prozent (jüngste Daten vom April) und in Spanien bei 19,9 Prozent.

Wirtschaft wächst wie erwartet
Derweil ist in der Eurozone die Wirtschaft im zweiten Quartal wie erwartet gewachsen. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Auftaktquartal um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten mit diesem Anstieg gerechnet. Im ersten Quartal hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch deutlich stärker um 0,6 Prozent zugelegt.

Im Jahresvergleich wuchs die Wirtschaft der Eurozone in den Monaten April bis Juni um 1,6 Prozent. Hier hatten Volkswirte nur einen Anstieg um 1,5 Prozent erwartet. (awp/mc/ps)

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