USA: Hauspreise steigen weiter kräftig

Konjunktur USA

New York – In den USA zieht der Immobilienmarkt weiter an: Die Hauspreise sind im November erneut gestiegen – und zwar deutlich. In den zwanzig grössten Ballungsgebieten legten sie im Jahresvergleich um 13,7 Prozent zu, wie der am Dienstag veröffentlichte Index des Forschungsinstituts S&P/Case-Shiller zeigt. Das ist der stärkste Anstieg seit Februar 2006.

Volkswirte hatten sogar einen noch stärkeren Anstieg um 13,80 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Preise bereits um 13,61 Prozent zum Vorjahr geklettert. Im Monatsvergleich stieg der Index im November um 0,88 Prozent – etwas stärker als erwartet. Im Vormonat hatte er um 1,05 Prozent zugelegt.

Verbrauchervertrauen besser als erwartet
Im Januar hat sich die Stimmung der amerikanischen Verbraucher verbessert. Das Verbrauchervertrauen sei von revidierten 77,5 (zunächst 78,1) Punkten im Vormonat auf 80,7 Punkte gestiegen, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board mit. Dies ist der höchste Stand seit August 2013. Volkswirte hatten lediglich mit 78,0 Punkten gerechnet.

Aufträge für langlebige Güter deutlich gesunken
Derweil sind die Aufträge für langlebige Güter im Dezember überraschend und deutlich gefallen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Bestellungen um 4,3 Prozent zurückgegangen, teilte das Handelsministerium mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 1,8 Prozent gerechnet. Zudem sind die Aufträge im Vormonat nicht so stark gestiegen wie ursprünglich gemeldet.

Vor allem die gesunkene Nachfrage nach Transportgüter belastete die Gesamtzahl. Ohne die Berücksichtigung schwankungsanfälliger Transportgüter sanken die Aufträge um lediglich 1,6 Prozent. Hier war allerdings ein Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet worden. Ohne die Bereiche Transport und Militär fielen die Bestellungen um 1,3 Prozent. Diese Abgrenzung gibt einen guten Hinweis auf die Investitionstätigkeit der Unternehmen. (awp/mc/pg)

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