Autozulieferer SHW bereitet Börsengang vor

SHW

SHW ist unter anderem in der Fertigung von Motorkomponenten tätig.

Aalen-Wasseralfingen – Der deutsche Automobilzulieferer SHW bereitet seinen Gang an die Frankfurter Börse vor. Wie der Hersteller von Pumpen, Motorkomponenten und Bremsscheiben am Freitag mitteilte, wird die Aufnahme in den Prime Standard des regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse angestrebt.

Im ersten Quartal 2011 erzielte der schwäbische Konzern einen Umsatz von rund 88,5 Millionen Euro, 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die bereinigte Marge auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bezifferte das Unternehmen auf 7,1 Prozent. Wie aus Unternehmenskreisen verlautete, ist die Erstnotiz in den kommenden Wochen geplant.

Wachstumsmarkt
Das Unternehmen erwartet sich aufgrund des weltweiten Trends zur Verringerung des CO2-Ausstosses von Fahrzeugen weitere Wachstumschancen. Ausser für klassische Verbrennungsmotoren liefert der Konzern auch Komponenten für Hybridfahrzeuge, bei denen zusätzlich ein Elektromotor zum Einsatz kommt. «Ein Hybridfahrzeug benötigt drei Ölpumpen statt eine oder zwei bei konventionellen Fahrzeugen», erklärte SHW-Chef Wolfgang Krause. «Der Markt für SHW-Pumpen wird sich dadurch entsprechend vergrössern.»

Internationalisierung vorantreiben
Zudem will der Konzern seine Internationalisierung vorantreiben. «Wir werden unseren Kunden in Wachstumsmärkte wie China, Brasilien und Indien folgen», wird Krause in der Mitteilung zitiert. Der geplante Börsengang wird von der Commerzbank und BNP Paribas begleitet. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern bei einem Umsatz von rund 290 Millionen Euro ein bereinigtes EBIT von 22,8 Millionen Euro. SHW hat vier Produktionsstandorte in Deutschland und beschäftigt insgesamt gut 1.000 Mitarbeiter. (awp/mc/ps)

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