Dupont: Schwäche bei Saatgut und Pflanzenschutz schlägt durch

Ellen Kullman

Ellen Kullman, CEO DuPont. (Foto: DuPont)

Wilmington – Ein schwaches Geschäft mit Landwirten hat den US-Chemiekonzern Dupont im zweiten Quartal wie erwartet ausgebremst. Der Umsatz sei um ein Prozent auf 9,7 Milliarden US-Dollar gesunken, wie der BASF -Konkurrent am Dienstag in Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina mitteilte. Analysten hatten im Schnitt etwas mehr erwartet. Ende Juni hatte der Konzern die Märkte auf ein schwierigeres Geschäft eingestimmt und die Prognose gekappt.

Beim Gewinn je Aktie (EPS) vor Sonderposten wies Dupont im zweiten Quartal 1,17 Dollar aus und damit neun Prozent weniger als ein Jahr zuvor. An der Wall Street war dies nach der Gewinnwarnung erwartet worden. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 1,07 Milliarden Dollar nach 1,03 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. 2014 peilt Dupont-Chefin Ellen Kullman trotz der jüngsten Senkung noch einen Zuwachs beim Gewinn an: Das Ergebnis je Aktie vor Sonderposten soll 4,00 bis 4,10 Dollar betragen – und damit 3 bis 6 Prozent mehr als 2013.

Geschäft mit Mais-Saatgut schwächer als erwartet
Insbesondere das Geschäft mit Agrochemikalien, das mit 3,6 Milliarden Dollar den grössten Batzen zum Konzernumsatz beisteuerte, schwächelte. Hier sackte das operative Ergebnis um elf Prozent ab. Das Geschäft mit Mais-Saatgut sei schwächer als erwartet ausgefallen, hiess es. Darüber hinaus musste der Konzern bei den Lagerbeständen höhere Abschreibungen vornehmen als erwartet. Besser lief zwar das Geschäft mit Sojabohnen, doch liessen sich damit die schwachen Umsätze mit Mais nicht ausgleichen. Im Pflanzenschutzgeschäft machte sich vor allem das schlechte Wetter in Nordamerika negativ bemerkbar.

In der zweitgrössten Sparte Performance Chemicals ging der Umsatz im Berichtszeitraum um acht Prozent zurück. Dupont will sich von dem Geschäft bis Mitte 2015 trennen, zu dem auch die Farbpigmente gehören. Die Sparte reagiert besonders stark auf konjunkturelle Schwankungen und gilt zudem als margenschwach. Im zweiten Quartal sank das operative Ergebnis hier um 6 Prozent auf 251 Millionen Dollar. Die Konkurrenten Dow Chemical und BASF veröffentlichen auch noch in dieser Woche ihre Quartalszahlen. (awp/mc/pg)

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