Beispiellose Hitzewelle in Kanada fordert Dutzende Tote

Klimaanlagen
(Foto: Unsplash)

Vancouver – In Kanda sind den dritten Tag in Folge die heissesten Temperaturen im Land seit dem Beginn der Aufzeichnungen gemessen worden. Das Ministerium für Umwelt und den Klimawandel twitterte, um 16.20 Uhr (Ortszeit) habe die Lytton-Wetterstation 49,5 Grad Celsius gemeldet. Polizei und Gemeinden meldeten Dutzende Todesfälle im Zusammenhang mit der Hitzewelle.

In der Stadt Vancouver starben mindestens 69 Menschen, darunter zahlreiche ältere Menschen mit Vorerkrankungen, wie die nationale Polizeibehörde RCMP mitteilte. Auch in anderen Gemeinden gab es zahlreiche Tote. Seit Freitag seien in der Provinz British Columbia mehr als 100 plötzliche Todesfälle bei der Polizei gemeldet worden, berichtete der TV-Sender CBC.

Gefährdete Menschen wurden aufgefordert, kalte Kompressen im Kühlschrank aufzubewahren und sich im kühlsten Teil des Hauses aufzuhalten. Das Umweltministerium gab Warnungen für mehrere Provinzen heraus, die besagen, dass die «anhaltende, gefährliche und historische Hitzewelle diese Woche andauernd wird».

Auch in den US-Städten Portland, Oregon und Seattle im Nordwesten der USA wurden die höchsten Temperaturen seit dem Beginn der dortigen Aufzeichnungen im Jahr 1940 gemessen. Für die extreme Hitze verantwortlich ist eine sogenannte «Hitzekuppel», in der der Hochdruck in der Atmosphäre die heisse Luft in der Region festhält. (mc/pg)

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