Betonhersteller Dyckerhoff halbiert Dividende

Wolfgang Bauer

Wolfgang Bauer, CEO Dyckerhoff.

Wiesbaden – Wegen schwacher Umsatz- und Gewinnzahlen will der Baustoffhersteller Dyckerhoff für das Geschäftsjahr 2010 seinen Aktionären die Dividende halbieren. Statt einem Euro soll es nach den Vorstellungen von Vorstand und Aufsichtsrat dieses Mal nur 50 Cent pro Aktie geben. Die Hauptversammlung beschliesst darüber am 10. Mai.

Das Wiesbadener Unternehmen berichtete am Freitag von einem um 3,2 Prozent auf 1,413 Milliarden Euro gestiegenen Konzernumsatz. Um Zukäufe und Wechselkurse bereinigt ergab sich aber ein Rückgang von 2,4 Prozent. Grund sei der weltweite Verfall der Preise für Zement und Beton gewesen. Der Absatz sei auf allen Märkten mit Ausnahme der Tschechischen Republik und den USA gestiegen.

Nordamerika-Werk eingemottet
Wegen der schwachen lokalen Nachfrage musste ein Werk in Nordamerika kostenintensiv eingemottet werden. Daraus ergaben sich ausserplanmässige Abschreibungen von 48,3 Millionen Euro nach Steuern. Der Gewinn sank um 87,4 Prozent auf 14,2 Millionen Euro. Vor Steuern wies das Unternehmen sogar einen Verlust von 20,5 Millionen Euro aus. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit steigenden Preisen, besseren Ergebnissen und einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro.

Dyckerhoff

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