Biontech übernimmt für Impfstoffproduktion Anlage von Novartis in Marburg

Ugur Sahin
Biontech-CEO Ugur Sahin. (Foto: Biontech)

Mainz – Das Biotechnologie-Unternehmen Biontech kauft von Novartis deren Produktionsanlage in Marburg. Bei vollem Betriebsumfang soll die Produktionsanlage Biontechs COVID-19-Impfstoff-Produktionskapazitäten um bis zu 750 Millionen Dosen pro Jahr oder mehr als 60 Millionen Dosen pro Monat erweitern. Die Transaktion wird vorraussichtlich im vierten Quartal 2020 abgeschlossen.

Das Unternehmen plant im ersten Halbjahr 2021, durch die etablierte biotechnologische Wirkstoffproduktion und Produktionsfähigkeiten sowie das bestehende Team vor Ort, in der Lage zu sein, bis zu 250 Millionen Dosen des sich aktuell in der klinischen Studie befindlichen Impfstoffs produzieren zu können.

Das Werk in Marburg ist eine hochmoderne Multi-Plattform GMP-zertifizierte Produktionsstätte, die rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Es ist voll für die Produktion von rekombinanten Proteinen sowie für Zell- und Gentherapien ausgestattet und verfügt über Zellkultur-Labore und Produktionsfähigkeiten für die Herstellung von viralen Vektoren, mit der Möglichkeit diese langfristig zu erweitern. Novartis hat in den vergangenen fünf Jahren erheblich in den Standort investiert. Über den Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht.

Impfstoffkandidat in Phase-3-Studie
Die Übernahme soll Biontechs Bemühungen vorantreiben, die kommerziellen Produktionskapazitäten zur Herstellung des mRNA-basierten COVID-19 Impfstoffkandidaten BNT162 auszubauen. Biontech und Pfizer untersuchen den Impfstoffkandidaten BNT162b2 in einer globalen Phase-3-Studie. (mc/pg)

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