Cassiopea weist 2015 Verlust von 6,5 Mio EUR aus

Diana Harbort

Diana Harbort, CEO Cassiopea SpA. (Cosmo-Tochter). (Foto: LinkedIn)

Lainate – Das auf Dermatologieprodukte spezialisierte Pharmaunternehmen Cassiopea zeigt sich sehr zufrieden mit seiner jüngsten Entwicklung. Zwar erhöhte sich der Verlust im vergangenen Geschäftsjahr auf annähernd 6,5 Mio EUR (VJ -2,8 Mio), und Umsätze generiert das Unternehmen auch noch nicht. Das ist auch nicht möglich, da sich alle Produkte noch in der Entwicklungsphase befinden. Dafür laufe aber die Entwicklung dieser Produkte ganz nach Plan, teilt das Unternehmen am Mittwochmorgen mit.

Die Kosten für Forschung & Entwicklung beliefen sich 2015 auf 7,6 Mio EUR nach 3,9 Mio im Vorjahr. Die weiteren Kosten beziffert Cassiopea auf 0,8 Mio EUR (VJ 0,1 Mio). Am Stichtag Ende Dezember verfügte das Unternehmen über Barmittel und ähnliches in Höhe von 48,1 Mio EUR. Ende 2014 lagen die Barmittel bei gerade einmal 0,8 Mio EUR. Das Plus ist die Folge einer im Juni erfolgten Kapitalerhöhung (49,9 Mio) vor dem IPO. Denn das Pharmaunternehmen ist erst seit Anfang Juli als eigenständiges Unternehmen an der Schweizer Börse kotiert. Zuvor gehörte es zu Cosmo. «2015 war ein aufregendes und produktives Jahr, in dem sich alle unsere vier Entwicklungsprogramme plangemäss entwickelten», wird CEO Diana Harbort in der Mitteilung zitiert.

Breezula erreicht klinische Endpunkte in «proof of concept» Studie
Neben dem Überblick über die geschäftliche Entwicklung liefert Cassiopea vor allem einen Einblick in den aktuellen Forschungsstand. So wurden in der kürzlich abgeschlossenen Phase-II-Machbarkeitsstudie («proof of concept») von Breezula (CB-03-01) klinische Endpunkte erreicht. Breezula ist ein topisches Antiandrogen zur Behandlung von androgenetischer Alopezie (erblich bedingtem Haarausfall).

Die vorläufige Analyse der Daten habe ergeben, dass beide vordefinierten klinischen Wirksamkeits-Endpunkte, die Zunahme in der totalen Haarzahl innerhalb eines Quadratzentimeters und die Haarwachstumsempfindung der Versuchsperson, erzielt wurden. «Ich bin mehr als glücklich mit diesen Resultaten» kommentiert CEO Harbort in der Mitteilung die Ergebnisse. Ziel sei es, ein Produkt zu entwickeln, das keine limitierenden Nebenwirkungen habe und das sowohl von Männern wie auch von Frauen benutzt werden könne. «Die klinischen Daten decken sich mit unseren Vorstellungen.» Nun solle Breezula so schnell wie möglich in die nächste Entwicklungsphase II Dosierung gebracht werden, kündigt die Managerin in der Mitteilung an.

Für den zweiten Produktkandidaten CB-06-01, einem neuen topischen Antibiotikum zur Behandlung von milder bis moderater Akne, wurde ebenfalls die «proof of concept»-Versuchsreihe abgeschlossen, heisst es weiter. Beim dritten Produktkandidaten, CB-06-02 zur Behandlung von Genitalwarzen, laufe die Phase II «proof of concept» noch.

Phase-III-Studie für Winlevi im Plan
Das bislang am weitesten entwickelte Produkt ist das Akne-Mittel Winlevi. Hierfür hat Cassiopea im vierten Quartal 2015 die Phase III (klinische Versuche) gestartet. Am Jahresende war das Unternehmen mit der Studie an 32 Standorte aktiv. Das Programm bestehe aus 2 pivotalen Versuchsreihen an etwa 70 Standorten, sowohl in den USA als auch in einigen europäischen Ländern.

Für die Studie seien etwa 1’400 männliche und weibliche Versuchspersonen vorgesehen. Sie müssen 9 Jahre und älter sein und moderate bis schwere Akne haben (Stufen 3-4 auf der so genannten IGA-Skala). Der letzte Stand war, dass Cassiopea die Resultate dieser Studien in der zweiten Hälfte 2017 erwartet.

An der Börse kann Cassiopea mit den Neuigkeiten nicht punkten. In einem insgesamt schwächeren Umfeld schliessen die Papiere mit einem Kursabschlag von 3,1% bei 30,00 CHF. Der Gesamtmarkt, gemessen am SPI, beendet an diesem Mittwoch den Handel um 1,63% tiefer. (awp/mc/upd/ps)

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