Chef von E-Zigaretten-Firma Juul tritt zurück

Chef von E-Zigaretten-Firma Juul tritt zurück
E-Zigarette der Marke Juul.

San Francisco – Der E-Zigaretten-Hersteller Juul Labs stellt seine Firmenspitze neu auf. Vorstandschef Kevin Burns erklärte am Mittwoch seinen Rücktritt. Ersetzen wird ihn K.C. Crosthwaite, wie das Unternehmen mitteilte. Damit übernimmt ein Manager des US-Tabakriesen Altria (Marlboro), der mit 35 Prozent an Juul beteiligt ist und dort grossen Einfluss ausübt.

Das Start-up aus San Francisco steht wegen zweifelhafter Methoden bei der Vermarktung von E-Zigaretten an Jugendliche massiv in der Kritik und im Fokus von Ermittlungen verschiedener US-Behörden. Parallel zum Chefwechsel kündigte Juul nun an, in den USA sämtliche Werbung in Rundfunk-, Print- und Digitalwerbung vorerst auszusetzen.

Krankheits- und Todesfälle in den USA
E-Zigaretten sind in den USA mittlerweile sehr umstritten. Präsident Donald Trump kündigte „sehr strenge“ Vorschriften an und bezeichnete die Nutzung von E-Zigaretten als „grosses Problem“. Laut Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sind in den USA inzwischen 530 Fälle von Lungenverletzungen nach dem Gebrauch von E-Zigaretten erfasst.

Am Dienstag hatte mit Massachusetts der erste US-Bundesstaat ein Verkaufsverbot für alle Produkte verhängt.

In Deutschland wurden Juul jüngst erhebliche Markteinschränkungen auferlegt. Der Firma wurde vorerst gerichtlich untersagt, Kartuschen ohne Elektro-Symbol auf dem Plastikgehäuse in den Handel zu bringen. Eine zweite einstweilige Verfügung verbietet es Juul, Kartuschen zu vertreiben, bei denen der tatsächliche Nikotingehalt von dem auf der Packung angegebenen Wert um mehr als ein Milligramm abweicht. (awp/mc/pg)

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