Chrysler ruft Pick-up-Trucks zurück

Sergio Marchionne
Ehemaliger Fiat Chrysler-Chef Sergio Marchionne.

Chrysler- und Fiat-Chef Sergio Marchionne.

Detroit – Der US-Autobauer Chrysler schlägt sich mit schadhaften Lenkungen herum. In den Vereinigten Staaten müssen 242.780 der beliebten Ram Pick-up-Trucks in die Werkstätten, weil ein Bauteil zu brechen droht. Glück im Unglück ist, dass der Defekt nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA eigentlich nur beim Einparken auftreten kann, wenn die Lenkung sehr stark eingeschlagen wird, und nicht bei voller Fahrt.

Die Ram-Trucks gehören zu den Verkaufsschlagern von Chrysler. Die grossen Fahrzeuge sind wegen ihrer Ladefläche bei Handwerkern genauso beliebt wie bei Familienvätern. Neben den USA werden die Wagen vor allem im benachbarten Kanada verkauft; auch hier werden Ram-Trucks zurückgerufen. Das Problem betrifft bestimmte Baureihen aus den Modelljahren 2003 bis 2011.

Autohersteller in USA vorsichtig geworden
Die Autohersteller in den USA sind seit dem Toyota-Debakel vor einem guten Jahr höchst vorsichtig, was technische Probleme angeht. Sie wollen sich – wie damals Toyota – nicht dem Vorwurf aussetzen, einen Rückruf verschleppt zu haben. Chrysler ist die Nummer drei der US-Hersteller und wird mittlerweile vom italienischen Autokonzern Fiat kontrolliert. Zu den Marken gehören Dodge, Ram und Jeep. (awp/mc/ps)

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