Technische Probleme gehen bei Cisco ins Geld

John Chambers

John Chambers, CEO Cisco Systems.

San Jose – Eine schwächere Nachfrage und fehlerhafte Produkte haben dem Netzwerk-Spezialisten Cisco Systems zuletzt zugesetzt. Im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Januar) schrumpfte der Umsatz um 8 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn halbierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,4 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Cisco musste alleine 655 Millionen Dollar vor Steuern zur Seite legen für die «Beseitigung von Problemen mit Speicherkomponenten in bestimmten Produkten, die in den vorherigen Geschäftsjahren verkauft wurden», wie das Unternehmen ausführte. Die Aktie fiel nachbörslich um 4 Prozent.

Router und Switches
Cisco stellt Geräte für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches. Die Technik der Kalifornier steckt in vielen Firmen-Netzwerken und sorgt auch dafür, dass das Internet läuft. Der Konzern profitiert grundsätzlich von der wachsenden Bedeutung von Cloud-Diensten, also der Auslagerung von Daten und Programmen auf grosse Rechner im Internet.

Schon im Vorquartal hatte sich jedoch die Nachfrage aus den Schwellenländern abgeflacht. Mit ein Grund dafür waren die Enthüllungen über die Spitzeleien des US-Geheimdiensts NSA. Insbesondere die chinesischen Kunden misstrauten der US-Technik von Cisco. In China sitzen mit Huawei oder ZTE überdies starke Rivalen. Deren Netzwerk-Technik ist wiederum in den USA verpönt wegen Sicherheitsbedenken. (awp/mc/upd/ps)

 

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