EDA: Heute keine USA-Iran-Gespräche auf Bürgenstock

EDA: Heute keine USA-Iran-Gespräche auf Bürgenstock
Bürgenstock Ressort. (Foto: Bürgenstock Hotels AG)

Bern – Die für Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock sind abgesagt. Die Schweiz will trotzdem verfügbar bleiben und setzt ihre Vorbereitungen fort.

«Die Gespräche auf dem Bürgenstock werden heute nicht wie geplant stattfinden», teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitag mit. Gründe dafür wurden nicht genannt. Bei inhaltlichen Fragen hat die Schweiz bislang immer auf die beteiligten Parteien verwiesen. Die Schweiz «bleibe voll und ganz bei ihren Bemühungen, den Dialog zu fördern», führte EDA-Sprecher Nicolas Bideau gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA aus.

Bis zum späten Donnerstagabend hatten sich die Schweizer darauf eingestellt, dass in dem unweit von Luzern gelegenen Luxusresort Bürgenstock zumindest auf technischer Ebene Gespräche beginnen. Ursprünglich waren dort Vertreter der USA und des Irans sowie der Vermittlerstaaten Katar und Pakistan erwartet worden. Die Hotelanlage auf dem Berg direkt am Vierwaldstättersee gehört einer Tochterfirma des katarischen Staatsfonds.

Die Gäste, die in den Fünf- und Vier-Sterne-Hotels der Anlage Zimmer gebucht hatten, wurden hinaus komplementiert. Andere Häuser in der Region nahmen sie auf.

US-Präsident Donald Trump und die iranische Seite hatten das Rahmenabkommen am Mittwochabend separat unterschrieben. Es trat nach pakistanischen Angaben mit «sofortiger Wirkung» in Kraft.

Die Vereinbarung sieht unter anderem die Öffnung der Strasse von Hormus und ein Ende der US-Seeblockade vor. Eine endgültige Vereinbarung, auch zum iranischen Atomprogramm, soll dem Rahmenabkommen zufolge innerhalb von 60 Tagen ausgehandelt werden. (awp/mc/pg)

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