Eurozone: Inflation stagniert bei 2,5 Prozent

Europäische Zentralbank EZB

Luxemburg – In der Eurozone hat die Inflation im August stagniert. Die jährliche Inflationsrate habe wie im Vormonat bei 2,5 Prozent gelegen, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg auf Basis vorläufiger Daten mit. Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet.

Die Jahresrate liegt damit immer noch deutlich über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank. Die EZB strebt mittelfristig eine Rate von knapp zwei Prozent an.

Arbeitsmarkt in Euro-Ländern bleibt schwierig
In den 17 Euro-Ländern bleibt die Lage am Arbeitsmarkt unverändert schwierig. Im Juli verharrte die Quote im dritten Monat in Folge bei 10,0 Prozent, wie Eurostat meldete. Knapp 15,8 Millionen Menschen waren im Eurogebiet ohne Job. In allen 27 EU-Staaten lag die Arbeitslosenquote bei 9,5 Prozent – wie auch bereits im Mai und Juni. Die Statistiker revidierten die Daten der vergangenen Monate leicht nach oben.

Seit knapp zwei Jahren schwankt die Arbeitslosigkeit in den Euro-Staaten um die Zehn-Prozent-Marke. Nach einer längeren Periode auf niedrigerem Niveau hatte die Arbeitslosenquote im September 2009 erstmals wieder diese Marke übersprungen.

Österreich und Holland an der Spitze – Spanien am Schluss
Zwischen den EU-Ländern gibt es dabei grosse Unterschiede. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten meldeten Österreich (3,7 Prozent) und die Niederlande (4,3 Prozent). Am höchsten war die Arbeitslosigkeit im von der Schuldenkrise gebeutelten Spanien, wo jeder fünfte (21,2 Prozent) ohne Arbeit ist. Deutschland belegte mit 6,1 Prozent den vierten Platz unter den 27 Ländern.

Wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden können die von Eurostat ermittelten Werte von den Zahlen abweichen, die in den einzelnen Mitgliedstaaten veröffentlicht werden. Untereinander sind die Angaben zu den Ländern aber nach Ansicht von Fachleuten vergleichbar. (awp/mc/pg)

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