Fed: Wirtschaft wächst weiter «mässig bis moderat»

Ben Bernanke

Ben Bernanke, scheidender US-Notenbankchef.

Washington – Die US-Notenbank hat ihre Beurteilung der wirtschaftlichen Lage in den USA beibehalten. Die Wirtschaft wachse weiter mit einem «mässigen bis moderaten» Tempo, heisst es im am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht der US-Notenbank. Gestützt werde die Erholung durch die Industrie und den Häusermarkt.

Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum Anfang Oktober bis Mitte November. In sieben der zwölf Distrikten der US-Notenbank sei die Wirtschaft «moderat» und in vier Distrikten «mässig» gewachsen, schreibt die Fed. Boston berichtet ein anhaltendes Wachstum. Die Finanzmärkte reagierten kaum auf den Bericht.

Mangel an hochqualifizierten Fachkräften
Am Arbeitsmarkt hätten die Neueinstellungen moderat zugelegt oder stagniert. Allerdings hätten Unternehmen häufig Probleme, hochqualifizierte Mitarbeiter zu finden. Der Arbeitsmarkt spielt für die Geldpolitik der US-Notenbank eine hervorgehobene Rolle. Die nächste Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) findet am 17. und 18. Dezember statt. Es dürfte hier insbesondere um die Frage gehen, ob die Fed ihr milliardenschweres Anleihekaufprogramm drosseln wird. Die Lohn- und Preisentwicklung bleibt laut dem Beige Book unter Kontrolle.

Industrieproduktion legt grösstenteils zu
Die Aktivität in der Industrie habe in den meisten Distrikten zugelegt, schreibt die Fed. Betroffen sei vor allem der Fahrzeugbau und die Hochtechnologie. Die Lage am Häusermarkt habe sich in vielen Distrikten verbessert. Der Markt für Geschäftsimmobilien habe sich stabil entwickelt oder leicht verbessert. Die Konditionen der Banken seien überwiegend stabil geblieben. Es habe jedoch eine gewisse Verbesserung der Kreditnachfrage gegeben. Zudem hätten mehrere Distrikte ihre Kreditstandards gelockert. (awp/mc/ps)

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