Foster’s bleibt im Übernahme-Poker mit SABMiller hart

John Pollaers

Foster’s-CEO John Pollaers.

Southbank Victoria – Der australische Brauereikonzern Foster’s hat den Übernahme-Avancen von SABMiller erneut eine Absage erteilt. Der Aufsichtsrat empfiehlt den Aktionären einstimmig, das Angebot der Briten abzulehnen, wie aus einer Pflichtmitteilung des Unternehmens vom Montag hervorgeht.

Das Unternehmen wies das Angebot erneut als «unangemessen» zurück. SABMiller hatte im seit Juni andauernden Übernahmekampf um den grössten australischen Brauer 4,90 australische Dollar je Aktie geboten. Abzüglich der nach dem Gebot vom 17. August von Foster’s gezahlten Dividende von 13,25 Cent betrage das Angebot von SABMiller nur noch 4,7675 Dollar. Nachdem die Australier ein freiwilliges Übernahmeangebot des südafrikanisch-britischen Konzerns am 21. Juni zurückgewiesen hatten, versuchte es SABMiller im August mit einer feindlichen Offerte und wandte sich direkt an die Aktionäre. Das Gebot blieb jedoch bei den ursprünglichen 4,90 Dollar je Anteilsschein. Das Gesamtgebot liegt damit nach der Dividendenzahlung bei 9,25 Milliarden Australischen Dollar (6,7 Mrd Euro).

SABMiller weltweit Nummer zwei
Die südafrikanisch-britische SABMiller ist die weltweite Nummer zwei nach AB Inbev und bekannt für Biermarken wie Pilsner Urquell oder Miller. Der Konzern ist vor allem in Wachstumsregionen engagiert, die bisher für gut 80 Prozent des Geschäfts sorgen. Eine Übernahme von Foster’s wäre die grösste Akquisition auf dem Biermarkt seit 2008. Damals hatte die belgische Inbev-Gruppe den Konkurrenten Anheuser-Busch aus den Vereinigten Staaten geschluckt. Der australische Biermarkt liegt zu gut 90 Prozent in den Händen von nur zwei Anbietern. (awp/mc/ps)

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