Russland und Ukraine ringen weiter um Erdgaslieferungen

Pipeline
(Foto: Andrei Merkulov - Fotolia.com)

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Brüssel –  Russland und die Ukraine haben am Mittwoch weiter um eine Lösung ihres Erdgasstreits gerungen. Der Kiewer Energieministers Juri Prodan und sein Moskauer Kollege Alexander Nowak berieten in Brüssel im Beisein von EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Bei den Gesprächen geht es um den Preis künftiger Erdgaslieferungen und das Begleichen ukrainischer Altschulden.

Russland hatte zuvor der Ukraine noch einmal die Zahlungsfrist verlängert. Kiew hat demnach jetzt bis Montag (16. Juni), 10.00 Uhr MESZ, Zeit, einen Teil seiner Schulden in Milliardenhöhe zu begleichen. Das erklärte der russische Minister Nowak der Agentur Interfax zufolge.

Ukraine mit Angebot nicht zufrieden
Die Ukraine lehnte am Morgen ein russisches Rabatt-Angebot für Gaslieferungen vor Beginn offiziell ab. Der von den Russen angebotene Preisnachlass von 100 US-Dollar auf 1000 Kubikmeter Gas sei unzureichend, sagte der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk Medien zufolge am Mittwoch in Kiew. Es müsse ein neuer Vertrag mit Marktpreisen aufgesetzt werden. Kiew und Moskau haben allerdings einen gültigen Vertrag, der bis 2019 läuft.

Die Russen hatten demnach zuletzt einen Preis von rund 385 US-Dollar je 1000 Kubikmeter angeboten. Die Ukrainer wollen allerdings nur einen zuletzt schon gewährten Rabattpreis von 268,50 US-Dollar bezahlen. Für Russland war dies aber ein „Freundschaftspreis“, der noch unter dem im Februar in Kiew gestürzten prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch galt. Die Beziehungen zwischen Moskau und Kiew sind seit Janukowitschs Sturz stark gespannt. (awp/mc/pg)

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