Generikakonkurrenz verdirbt Quartal für Merck & Co

Kenneth Frazier
Kenneth Frazier, CEO Merck & Co.

Kenneth Frazier, CEO Merck & Co.

Whitehouse Station – Dem US-Pharmakonzern Merck & Co macht die Konkurrenz von Nachahmermitteln für ehemalige Kassenschlager weiter zu schaffen. Im dritten Quartal sackte der Gewinn auf 1,1 Milliarden US-Dollar ab, wie der US-Konzern am Montag in Whitehouse Station im US-Bundesstaat New Jersey mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch 1,7 Milliarden Dollar verdient. Auch negative Währungseffekte belasteten den Konzern.

Konzernchef Kenneth Frazier engte den Ergebnisausblick für das laufende Jahr ein und erwartet vor Sonderposten nun einen bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) von 3,48 bis 3,52 Dollar. Bisher hatte er 3,45 bis 3,55 Dollar in Aussicht gestellt. Beim Umsatz behielt Frazier die Prognose bei. Der Erlös werde um fünf bis sechs Prozent sinken (2012: 47,3 Mrd USD).

Umsatz um vier Prozent rückläufig
Negative Währungseffekte und der Einbruch beim Asthmamittel Singulair sorgten im dritten Quartal beim Umsatz für einen Rückgang um vier Prozent auf 11,0 Milliarden Dollar. Vor Sonderposten übertrafen die Amerikaner mit einem Gewinn je Aktie von 0,92 Dollar nach 0,95 Dollar ein Jahr zuvor immerhin die Erwartungen des Marktes. Anfang Oktober hatte der Konzern eine Verschärfung des Sparkurses bekannt gegeben. Das Management will demnach zusätzlich rund 8.500 Arbeitsplätze streichen.

Merck & Co. ist nicht zu verwechseln mit der deutschen Merck KGaA. Die beiden Unternehmen haben gemeinsame Wurzeln, gehen seit dem ersten Weltkrieg aber getrennte Wege. Ausserhalb von Nordamerika tritt Merck & Co., um Verwechslungen zu vermeiden, als MSD Merck Sharp and Dohme auf. (awp/mc/ps)

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