Geplante Ölpipeline quer durch USA nimmt wichtige Hürde

Keystone XL Pipeline
Teil der Keystone-XL-Pipeline bei Yankton, South Dakota.

Bauarbeiten gestoppt: Teil der Keystone-XL-Pipeline bei Yankton, South Dakota.

Washington – Die umstrittene Ölpipeline von Kanada zum Golf von Mexiko kann nach jahrelangem Streit möglicherweise doch gebaut werden. Die geplante Keystone-XL-Pipeline habe keine massgeblichen Auswirkungen auf die Umwelt, stellte das US-Aussenministerium in einem Bericht zu dem Milliardenprojekt am Freitag fest.

Mit dem Bericht nimmt das Projekt eine wichtige Hürde. Denn US-Präsident Barack Obama hat signalisiert, dem Projekt grünes Licht zu geben, sofern der CO2-Ausstoss dadurch nicht massgeblich erhöht wird. Vor zwei Jahren hatte er den Bau der 2700 Kilometer langen Röhre gestoppt, weil mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwohner und die Umwelt nicht ausreichend geprüft werden konnten. Regierungssprecher Jay Carney sagte am Freitag, die Studie bedeute aber noch keine Entscheidung darüber, ob die Pipeline gebaut wird.

Sieben-Milliarden-Projekt
Mit dem sieben Milliarden Dollar schweren Projekt will das verantwortliche Unternehmen TransCanada aus Teersand gewonnenes Öl quer durch die USA transportieren. Umweltschützer warnen, dass bei dieser Art der Ölgewinnung dreimal mehr Treibhausgase freigesetzt werden als bei der konventionellen Förderung. Über das Projekt, das mehrere tausend Arbeitsplätze bringen könnte, wird seit mehr als fünf Jahren gestritten. (awp/mc/ps)

 

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