Hilti setzt 2020 weniger um

Hilti
(Foto: Hilti)

Schaan – Der Liechtensteiner Baumaschinenhersteller Hilti hat im Geschäftsjahr 2020 weniger Umsatz erzielt als im Vorjahr. Noch mehr als die Corona-Pandemie bremste dabei der negative Währungseinfluss. Gegen Jahresende mehrten sich allerdings die Zeichen der Erholung.

Der Umsatz reduzierte sich um 9,6 Prozent auf 5,33 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. In Lokalwährungen lag das Minus lediglich bei 4,3 Prozent. Die Spuren der Corona-Pandemie seien sichtbar geblieben, so das Unternehmen zum Geschäftsjahr.

Gleichzeitig habe sich die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber praktisch allen Währungen fortgesetzt. Der negative Währungseffekt schlug sich deshalb mit einem Minus von über 5 Prozent auf die Verkäufe nieder.

Europa-Geschäft mit Umsatzrückgang von 2,7%
Regional betrachtet hielt sich die grösste Region Europa mit einem Minus in Lokalwährungen von 2,7 Prozent am besten. Die Regionen Nordamerika, Lateinamerika, Asien/Pazifik sowie Osteuropa/Mittlerer Osten/Afrika verzeichneten rückläufige Geschäftsvolumina im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.

Nord-Süd-Gefälle in Europa
Innerhalb Europas, wo mit 2,72 Milliarden etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes erreicht wird, ergab sich ein laut Hilti „deutliches Nord-Süd-Gefälle“ mit Wachstum in Zentraleuropa und Skandinavien sowie Einbussen im hohen einstelligen Prozentbereich in Südeuropa. Die Entwicklung sei stark von der Dauer und vom Umfang der lokalen Schliessungen geprägt gewesen.

Hilti verspürte aber wie andere Unternehmen gegen Jahresende eine Verbesserung des Geschäfts. In den letzten vier Monaten hätten sich die Anzeichen einer Erholung weiter verfestigt und der Umsatzverlauf habe sich stabilisiert, wird in der Mitteilung CEO Christoph Loos zitiert. Der Umsatzrückgang im Gesamtjahr sei deshalb auch geringer ausgefallen als anfangs befürchtet.

Für das laufende Jahr geht Hilti von einer moderaten wirtschaftlichen Erholung aus. Diese werde regional unterschiedlich ausfallen und stark vom Verlauf der Corona-Pandemie in den kommenden Monaten abhängen.

Der detaillierte Jahresabschluss wird am 18. März 2021 veröffentlicht. (awp/mc/pg)

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