Höhere Restrukturierungskosten belasten Philips zu Jahresbeginn

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Philips-Konzernchef Frans van Houten. (Foto: Philips)

Amsterdam – Höhere Kosten für den Konzernumbau sowie für Zukäufe haben den niederländischen Gesundheitskonzern Philips zum Jahresauftakt belastet. Netto verdiente das Unternehmen mit 124 Millionen Euro gut die Hälfte weniger als im Vorjahr, wie Philips am Montag in Amsterdam mitteilte. Im fortgeführten Geschäft – sprich ohne die Erträge aus der verbliebenen Beteiligung an der Lichttechnik-Firma Philips Lighting – verdiente der Konzern mit 94 Millionen Euro ebenfalls deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum mit 128 Millionen Euro.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) verbesserte sich hingegen auf 344 Millionen Euro nach 298 Millionen Euro. Hier hatten Analysten etwas weniger erwartet. Der Umsatz lag mit 3,9 Milliarden Euro gut 2 Prozent unter Vorjahr. Auf vergleichbarer Basis – also ohne den Einfluss von Währungseffekten sowie Zu- und Verkäufen – stiegen die Erlöse um 5 Prozent. Dabei entwickelte sich vor allem das Diagnostikgeschäft positiv. Mit einem vergleichbaren Umsatzplus von knapp 9 Prozent zeigte die Sparte das stärkste Wachstum aller Bereiche.

Fokus auf Gesundheitsthemen
Philips konzentriert sich mittlerweile auf Gesundheitsthemen. Ein Bereich widmet sich der Medizintechnik, wie etwa unter anderem der bildgebende Diagnostik, wie sie auch die Konkurrenten Siemens oder General Electric anbieten. Dazu wendet sich der Konzern auch direkt an den Konsumenten, mit Elektronikgeräten wie Rasierern oder Kaffeemaschinen. Dazu hat der Konzern eine Reihe von Unternehmen zugekauft und sich im Gegenzug von anderen Geschäftsteilen getrennt, etwa dem Lichtgeschäft.

Die Prognose von 2017 bis 2020 wurde bestätigt. So will Philips bis 2020 einen Jahresumsatz von mindestens 20 Milliarden Euro erreichen. Dies entspricht einer vergleichbaren jährlichen Wachstumsrate von 4 bis 6 Prozent. Die bereinigte operative Marge (Ebita) soll sich im Schnitt jährlich um 100 Basispunkte verbessern. Dabei sollen Einsparungen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro helfen.

Konkurrent Siemens Healthineers wird in der kommenden Woche erstmals Zahlen als eigenständiges Unternehmen vorlegen. Die Siemens-Medizintechniktochter war Mitte März an die Börse gegangen. (awp/mc/ps)

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