IBM weiter mit deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Gewinn

Virginia Rometty
IBM-CEO Virginia Rometty. (Foto: IBM)

IBM-CEO Virginia Rometty. (Foto: IBM)

Armonk – Der Computer-Gigant IBM ist weiterhin auf Schrumpfkurs. Der Umsatz fiel im Schlussquartal vergangenen Jahres um 8,5 Prozent auf 22,06 Milliarden Dollar. Der Gewinn schrumpfte sogar um 18,6 Prozent auf 4,46 Milliarden Dollar, wie der Konzern nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Die Aktie gab nach den Zahlen um mehr als zwei Prozent nach. Unter anderem enttäuschte der Ausblick für das laufende Jahr. So geht IBM davon aus, dass der operative Gewinn je Aktie (EPS) mindestens 13,50 US.Dollar erreichen wird – Analysten hatten im Schnitt aber 15 Dollar auf dem Zettel.

Der Umsatz geht nun schon seit mehr als drei Jahren kontinuierlich zurück. IBM befindet sich in einem Dauer-Umbau, bei dem alte Bereiche wie der Verkauf von Servern oder Infrastruktur durch neues Geschäft ersetzt werden. Die Zukunft sichern sollen unter anderem Cloud-Dienste und die Supercomputer-Technologie Watson.

Lange Transformation
Die Transformation bei dem Riesen-Konzern zieht sich jedoch in die Länge. Auf das gesamte vergangene Jahr gerechnet machten die neuen Bereiche rund um Cloud und Daten-Auswertung gut ein Drittel der Erlöse aus und legten um 17 Prozent zu.

Zuletzt lastete der starke Dollar auf den Quartalszahlen und trug laut IBM sieben Prozentpunkte zu dem Umsatzrückgang im vierten Quartal bei.

Ungünstige Wechselkurse
Dennoch übertraf IBM die Erwartungen der Analysten. Diese hatten sich auf schlechtere Zahlen eingestellt, nachdem der Konzern im Herbst die Prognose kappte. Eine niedrigere Steuerbelastung sorgte jedoch für Rückenwind.

In der grössten Sparte Technologie-Dienste gab es einen Umsatzrückgang von gut sieben Prozent auf knapp 8,13 Milliarden Dollar. Regional erlebte IBM den stärksten Rückgang in den sogenannten BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China mit einem Minus von 21 Prozent, auf wegen ungünstiger Wechselkurse. (awp/mc/ps)

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