Italien lenkt im Haushaltsstreit mit EU teilweise ein

Italien lenkt im Haushaltsstreit mit EU teilweise ein
Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte.

Brüssel – Italien macht im Haushaltsstreit mit der EU-Kommission Zugeständnisse. Die Neuverschuldung soll im kommenden Jahr 2,04 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen statt wie bisher geplant 2,4 Prozent, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwoch nach einem Treffen mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in Brüssel.

Die EU-Kommission hatte die bisherigen Haushaltspläne aus Rom zurückgewiesen. Italien droht deshalb ein Strafverfahren. An dessen Ende könnten Strafen in Milliardenhöhe stehen. Die wichtigsten Versprechen der Regierungsparteien wie das Bürgereinkommen und die Rentenreform sollen laut Conte jedoch beibehalten werden.

An den Finanzmärkten hatten bereits vorhergehende entsprechende Medienberichte für Erleichterung gesorgt. Der italienische Aktienmarkt legte sprunghaft zu, ebenso die Kurse italienischer Staatsanleihen. Im Gegenzug fiel die Rendite zehnjähriger Staatstitel um 0,12 Prozentpunkte auf 2,99 Prozent. Sie fiel damit erstmals seit September unter die Marke von drei Prozent. Der Eurokurs kletterte zuletzt auf ein Tageshoch von 1,1387 Dollar. Am Morgen hatte er noch knapp über der Marke von 1,13 Dollar notiert. (awp/mc/pg)

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