IWF-Chefin Lagarde: Weltwirtschaft auf Erholungskurs

Christine Lagarde
IWF-Direktorin Christine Lagarde.

IWF-Chefin Christine Lagarde.

Washington – Die Weltwirtschaft ist nach den Worten der IWF-Chefin Christina Lagarde auf Erholungskurs, aber längst nicht robust. «Nach dem längsten, härtesten Winter seit einer Generation» gebe es «hoffnungsvolle Zeichen», dass die Konjunktur rund um den Globus endlich auftaue, sagte die geschäftsführende Direktorin des Internationale Währungsfonds am Dienstag in Washington laut einem Redemanuskript.

Europa etwa sei auf dem Weg zu finanzieller Stabilität, die USA blickten auf besseres Wachstum und geringere Arbeitslosigkeit. Dennoch sei es für Selbstzufriedenheit zu früh. «Was an diesem Punkt wichtig ist, ist dass die Gesetzgeber die Atempause nutzen, um den Job zu erledigen», sagte Lagarde bei einem Treffen der US-Zeitungsverleger in der Hauptstadt.

«Erholung ist immer noch zerbrechlich»
«Die Erholung ist immer noch zerbrechlich», sagte sie. Grösste Gefahrenquellen seien das strapazierte Finanzsystem in Europa, hohe öffentliche und private Schulden sowie hartnäckige Arbeitslosigkeit. Zudem hätten steigende Ölpreise das Potenzial, «eine Menge Schaden anzurichten».

«Vergrösserte globale Kooperation ist der Schlüssel»
Die USA rief sie auf, die Führungsrolle bei der internationalen Zusammenarbeit in Wirtschaftsfragen zu haben. «Vergrösserte globale Kooperation ist der Schlüssel» für die Lösung aktueller Probleme, vor allem in Hinblick auf Europa, sagte Lagarde. «Sollte die europäische Volkswirtschaft schwanken, stünden die amerikanische Erholung und amerikanische Arbeitsplätze auf dem Spiel.» (awp/mc/ps)

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