Japan-Katastrophe trübt Geschäfte von Canon ein

Fujio Mitarai

Canon-CEO und Chairman Fujio Mitarai.

Tokio – Der Digitalkamera- und Elektronikhersteller Canon kämpft mit den Folgen des katastrophalen Erdbebens in Japan. Unterm Strich sank der Gewinn des Unternehmens im ersten Quartal um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 55,46 Milliarden Yen oder umgerechnet etwa 465 Mio Euro, wie Canon am Dienstag in Tokio mitteilte.

Das verheerende Beben Mitte März hatte einige Werke auf der japanischen Hauptinsel Honshu so schwer beschädigt, dass es zu Lieferengpässen kam. Der operative Gewinn sank in den Monaten Januar bis März um fünf Prozent auf 82,5 Milliarden Yen. Der Umsatz stieg dagegen deutlich um rund 11 Prozent auf 839,2 Milliarden Yen. Grund dafür war allerdings die Übernahme des niederländischen Grossdruckerherstellers Océ.

Prognose gekappt
Das Unternehmen schraubte wegen der Japan-Katastrophe seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich zurück und peilt im Gesamtjahr noch einen Umsatz von rund 3,7 Billionen Yen und ein Vorsteuerergebnis von rund 335 Milliarden Yen an. Canon bezifferte den negativen Effekt des Erbebens auf rund 314 Milliarden Yen beim Umsatz. Anfang April gab das Unternehmen bekannt, dass die Produktion in einigen Werk nur mit Unterbrechungen lief. (awp/mc/ps)

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