Kraft Foods streicht vor Aufspaltung 1’600 Jobs

Irene Rosenfeld
Irene Rosenfeld, abtretende Mondelez-Chefin.

Kraft-Chefin Irene Rosenfeld.

Northfield – Die Aufspaltung des US-Lebensmittelmultis Kraft in zwei eigenständige Firmen kostet rund 1’600 Menschen den Job. Die Arbeitsplätze fielen in den Vereinigten Staaten weg, erklärte der Konzern am Dienstag am Sitz in Northfield im US-Bundesstaat Illinois. Betroffen ist demnach unter anderem der Vertrieb, aber auch das Management. Zu den bekanntesten Marken von Kraft Foods gehören Philadelphia-Frischkäse, Milka-Schokolade oder Jacobs-Kaffee.

Ziel der Aufspaltung sei es von vornherein gewesen, zwei schlankere Unternehmen zu schaffen, sagte Konzernchefin Irene Rosenfeld. Sie hatte den Plan im August verkündet und will ihn bis Ende 2012 durchziehen. Übrig bleiben am Ende ein nordamerikanisches Lebensmittel-Geschäft mit einem geschätzten Jahresumsatz von 17 Milliarden Dollar und ein internationales Geschäft, dem auch die Süsswaren in den USA zugeschlagen werden, mit einem Umsatz von 36 Milliarden Dollar.

Konzernumsatz 2011 um 10% gesteigert
Rosenfeld ist der Auffassung, dass die Firmen getrennt besser wachsen können. Kraft hat seinen Konzernumsatz von 49,2 Milliarden Dollar im Jahr 2010 nach vorläufigen Zahlen 2011 um 10 Prozent steigern können. Allerdings haben die Kosten für die Eingliederung des übernommenen britischen Süsswarenherstellers Cadbury sowie die Vorbereitungen für die Aufspaltung das Ergebnis je Aktie auf etwa 1,95 Dollar schmelzen lassen. Das sind rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Die vollständige Bilanz will Kraft am 21. Februar bekanntgeben. (awp/mc/ps)

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