Kraft-Verwaltungsrat winkt Aufspaltung durch

Irene Rosenfeld

Kraft-CEO Irene Rosenfeld.

Northfield – Der Aufspaltung des US-Lebensmittel-Multis Kraft Foods steht eigentlich nichts mehr im Wege: Das oberste Firmengremium, der Verwaltungsrat, hat dem von Konzernchefin Irene Rosenfeld seit einem Jahr vorangetriebenen Plan zugestimmt. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Am 1. Oktober wird es wie bereits angekündigt soweit sein: Das nordamerikanische Lebensmittel-Geschäft wird abgespalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht. Dieser Zweig behält den bekannten Namen. Das übrig bleibende internationale Geschäft samt aller Snacks und Süsswaren wird auf den Kunstnamen Mondelez getauft.

Name Kraft wird im Ausland durch Mondelez ersetzt
Damit wird auch hierzulande auf Milka-Schokolade oder Philadelphia-Frischkäse der Name Kraft verschwinden und durch Mondelez ersetzt. Sonst ändert sich für den Verbraucher nichts. Rechtzeitig vor der Aufspaltung hatte Kraft allerdings noch die Nudel- und Fertiggericht-Marke Mirácoli an den Konkurrenten Mars verkauft.

Nestlé ohne solche Absichten 
Der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller Nestlé hingegen hat einer Aufteilung oder ähnlichem eine Absage erteilt. «Eine Aufspaltung kommt nicht in Frage, solange ich dabei bei bin», sagte VR-Präsident Peter Brabeck laut «Finanz und Wirtschaf» (Ausgabe 15.8.) am Vortag an einer Medienkonferenz in Österreich. Dabei schloss er auch einen Börsengang von Nespresso aus. «Wir wollen Nespresso absolut nicht an die Börse bringen», sagte er laut dem Blatt. (awp/mc/ps)

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