Lastminute: Gegen Schweizer Töchter wurde eine Untersuchung eröffnet

Fabio Cannavale
Fabio Cannavale, CEO und Gründer der LM Holding. (Foto: LM Group)

Amsterdam – Gegen den Online-Reiseanbieter LM Group («Lastminute») wurde in der Schweiz eine Untersuchung eingeleitet. Dabei geht es um möglichen Missbrauch im Zusammenhang mit der Beantragung und dem Bezug von Covid-19-Kurzarbeitentschädigungen.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Tessin habe am (gestrigen) Dienstag den ganzen Tag über Durchsuchungen in den Geschäftsräumen einiger Schweizer Tochtergesellschaften der LM Group durchgeführt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Diese stünden im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Betrugsverdacht, unrechtmässige Inanspruchnahme von Sozialversicherungs- oder Sozialhilfeleistungen und Verletzung des Schweizer Arbeitslosenversicherungsgesetzes.

Betroffen sind demnach die Schweizer Tochtergesellschaften BravoNext SA, BravoMeta CH SA und LMNext CH SA. Der Gesamtbetrag der staatlichen Zuschüsse, die diese Schweizer Tochtergesellschaften von März 2020 bis Februar 2022 erhalten haben, beläuft sich den Angabe nach auf 28,5 Millionen Franken für ihre 500 Mitarbeitenden.

Bei den Personen, die Gegenstand der Untersuchung sind, handle es sich um «gewisse derzeitige und ehemalige» Führungskräfte und Mitglieder der Organe der betreffenden Tochtergesellschaften, darunter CEO Fabio Cannavale und COO Andrea Bertoli, heisst es weiter.

Das Unternehmen gibt sich in der Mitteilung zuversichtlich, dass in den untersuchten Angelegenheiten «kein Fehlverhalten» vorliegt. Man werde die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen unterstützen, heisst es. (awp/mc/ps)

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