Libyen-Krise: Alle Augen auf Abu Dhabi

Libyen-Krise: Alle Augen auf Abu Dhabi

Hilliary Clinton logiert in dieser noblen Suite «Royal Khaleej» im Emirates Palace Hotel von Abu Dhabi (Bild: gaf).

US-Aussenministerin Hillary Clinton ist am Mittwoch in Abu Dhabi eingetroffen. Im Luxushotel Emirates Palace der Haupstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) suchen die Aussenminister der Internationalen Kontaktgruppe am heutigen Donnerstag nach einer Lösung in Libyen, wo Machthaber Gaddafi einen Aufstand vom Militär niederschlagen lässt. Doch immer mehr Soldaten und Offiziere kehren Oberst Gaddafi den Rücken und desertieren ins Ausland.

Gaddafis schwindende Optionen
So werden kaum noch Wetten abgeschlossen, ob das Gaddafi-Regime überlebt. Das Gastgeberland VAE und der Golfstaat Katar haben sich der NATO in der Libyen-Kampagne mit Kampflugzeugen angeschlossen. Das NATO-Mitglied Deutschland lehnt eine aktive Teilnahme zum Ärger von Washington weiterhin ab. Die NATO hat bekräftigt, die Bombardierung Libyens auf Basis der UN-Resolutionen 1970 und 1973 solange fortzusetzen, bis das Regime em Ende ist. Der Ostteil des nordafrikanischen Staates wird weitgehend von Anti-Gaddafi-Rebellen kontrolliert.

So wird in Abu Dhabi wohl auch über die Zeit nach dem Fall Gaddafis diskutiert werden. Ein Schweizer Banker, der nicht genannt weden will: «Libyen hat das Potenzial zu einem zweiten Katar vor der Haustür Europas aufzusteigen. Ich denke, bis Ende Jahr ist der Konflikt gelöst.»

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