L’Oréal wächst nicht so stark wie erhofft

Jean-Paul Agon

L’Oréal-Chef Jean-Paul Agon.

Paris – Der französische Kosmetikkonzern L’Oréal bekommt die Zurückhaltung der Konsumenten beim Kauf von Kosmetik zu spüren. Die weltweite Nummer Eins der Branche meldete für das zweite Quartal ein schwächeres Umsatzwachstum als es Analysten geschätzt hatten. Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse um 4,2 Prozent auf gut 5,8 Milliarden Euro, wie der Hersteller von Marken wie Maybelline, Garnier oder Lancome am Dienstagabend mitteilte. Ohne Währungsschwankungen und den Einfluss von Zu- und Verkäufen lag das Plus bei 5,2 Prozent und damit unter den Markterwartungen.

Die L’Oréal-Aktie rutschte am Mittwoch zum Handelsstart an das Ende des EuroStoxx 50. Zuletzt lag sie mit 2,87 Prozent im Minus bei 125,10 Euro. Insbesondere die Entwicklung auf dem nordamerikanischen Markt enttäuschte Analysten wie Eamonn Ferry von Exane BNP Paribas. In Nordamerika wuchs L’Oréal längst nicht mehr so stark wie noch im ersten Quartal oder dem vergleichbaren Jahresabschnitt des Vorjahres.

L’Oréal-Chef dennoch optimistisch
L’Oréal-Chef Jean-Paul Agon gab sich insgesamt dennoch optimistisch. Auch wenn sich das Marktwachstum insgesamt abgeschwächt habe, sei es L’Oréal gelungen, in allen Regionen und in allen Sparten zuzulegen. Von daher sei er auch zuversichtlich, dass der Konzern sich in diesem Jahr beim Umsatz stärker als die Branche entwickeln werde. Dabei geht L’Oréal davon aus, dass der globale Kosmetikmarkt 2013 um 3,5 bis 4 Prozent wächst. (awp/mc/ps)

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