Michelin will bis 2020 Kosten in Milliardenhöhe einsparen

Jean-Dominique Senard

Ladoux – Europas grösster Reifenhersteller Michelin will dank Kosteneinsparungen in Milliarenhöhe wettbewerbsfähiger werden. Zwischen 2017 und 2020 sollen 1,2 Milliarden Euro eingespart werden, teilte das Unternehmen am Montag bei einer Investorenveranstaltung im Technologiezentrum in Ladoux mit. Das entspricht 300 Millionen Euro im Jahr.

Dafür will der Continental-Konkurrent die Produktionskosten in diesem Zeitraum um 450 bis 500 Millionen Euro senken. Auch die niedrigen Rohstoffpreise können dazu beitragen. Die jährlichen Einsparungen in der Periode zwischen 2012 und 2016 schätzt der Konzern bereits auf 200 bis 250 Millionen Euro.

Wachstum über Markt angestrebt
Auch die Wachstumsziele des französischen Reifenherstellers wurden in Ladoux thematisiert. Michelin will bis 2020 schneller wachsen als der Markt, indem es die Reifenverkäufe um 20 Prozent steigern und das Servicegeschäft im Vergleich zu 2015 auf zwei Milliarden Euro verdoppeln will.

Im ersten Quartal legte der Umsatz des Konzerns um 1 Prozent zu. Eine stärkere Kauflust bei europäischen Autokunden glich dabei Nachfragerückgänge in anderen Regionen aus. Der Reifenabsatz stieg dank kräftiger Verkäufe in entwickelten Ländern, China und Indien noch stärker auf 3,7 Prozent. Die Aktien blieben bis zum Nachmittag nahezu unverändert bei 92,76 Euro zu. (awp/mc/ps)

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