Netflix hat jetzt mehr als 325 Millionen Kunden

Netflix hat jetzt mehr als 325 Millionen Kunden
(Foto: Netflix)

Los Gatos – Der Videostreaming-Marktführer Netflix hat die Marke von 325 Millionen Kunden geknackt. Es ist das erste Update zur Nutzerzahl seit einem Jahr. 2024 hatte Netflix mit 301,6 Millionen zahlenden Kunden abgeschlossen. Im vergangenen Quartal steigerte Netflix den Umsatz im Jahresvergleich um 17,6 Prozent auf gut zwölf Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 2,42 Milliarden Dollar (zwei Mrd Euro) in den Kassen – rund 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Netflix versucht gerade, das Studio- und Streaming-Geschäft des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers zu übernehmen. Für das rund 83 Milliarden Dollar schwere Geschäft werde man die Aktienrückkäufe aussetzen, teilte Netflix bei Vorlage der Quartalszahlen mit. US-Unternehmen stützen oft die Kurse ihrer Papiere mit Aktienrückkäufen.

Teure Übernahmepläne
Netflix versucht gerade, das Studio- und Streaming-Geschäft des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers zu übernehmen. Für den rund 83 Milliarden Dollar schweren Deal werde man die Aktienrückkäufe aussetzen, teilte Netflix bei Vorlage der Quartalszahlen mit. US-Unternehmen stützen oft die Kurse ihrer Papiere mit Aktienrückkäufen.

Die Netflix-Aktie sank im nachbörslichen Handel um rund fünf Prozent. Seit Bekanntwerden der Warner-Übernahmepläne hatte das Papier bereits rund 30 Prozent an Wert verloren. Netflix verzichtete daraufhin auf eine Aktienkomponente bei dem Deal und will den Kaufpreis nun in bar zahlen.

Der Streaming-Riese ist in einem Bieterwettstreit mit dem Hollywood-Konzern Paramount, der Warner Bros. Discovery für 108,4 Milliarden Dollar komplett übernehmen will, samt der TV-Sender wie unter anderem CNN. Das Warner-Management entschied sich für das Netflix-Gebot, Paramount wandte sich danach direkt an die Aktionäre. Der Ausgang des Bieterwettstreits ist noch offen.

Charme-Offensive bei Kinobranche
Netflix setzt unterdessen die Charme-Offensive bei Kino-Betreibern fort, bei denen die Warner-Übernahmepläne auf Skepsis treffen. Man habe über die Jahre immer wieder erwogen, ein eigenes Filmtheater-Geschäft aufzubauen, sei aber angesichts anderer Prioritäten nicht dazu gekommen, betonten Peters und der andere Co-Chef Ted Sarandos in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Mit Warner Bros. werde man aber ein bereits gut laufendes Kino-Geschäft bekommen und es stärken.

Netflix hatte in der Vergangenheit wenig Begeisterung fürs Kino gezeigt. Auf Fragen dazu antworteten Manager stets, dass es für die Firma wichtiger sei, Filme für hunderte Millionen Streaming-Kunden zu veröffentlichen, als sie auf die Leinwand zu bringen. Sarandos betonte jetzt, seine früheren Äusserungen stammten aus einer Zeit, in der Netflix noch nicht im Filmtheater-Geschäft aktiv gewesen sei. (awp/mc/pg)

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