Newron grenzt Reinverlust ein

Labor

Bresso (IT) – Das italienische Pharmaunternehmen Newron weist für das erste Semester 2011 einen Reinverlust von 0,8 Mio EUR, nach einem Minus von 12,9 Mio EUR im Vorjahreszeitraum, aus. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sanken um 77% auf 2,28 Mio EUR. Die Lizenzeinnahmen erreichten mit 4,15 Mio EUR beinahe das Zehnfache des Vorjahreswertes, wie das Pharmaunternehmen am Freitag mitteilte.

Die liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen werden per Mitte 2011 mit 10,2 (Ende 2010: 8,1) Mio EUR ausgewiesen. Der betriebliche Netto-Cash-Abfluss belief sich in der Berichtsperiode auf 0,1 (11,7) Mio EUR. Mit dem heute präsentierten Zahlenset hat Newron die Erwartungen der Analysten in etwa getroffen. Die Experten der Helvea respektive der Bank Vontobel hatten für den Umsatz mit 3,7 bzw. 4,7 Mio EUR, beim EBIT mit -0,6 respektive -1,3 Mio EUR und beim Reinergebnis mit -0,5 resp. -1,3 Mio EUR gerechnet.

Erweiterte Zusammenarbeit mit Merck Serono
«Im ersten Halbjahr 2011 haben unsere Entwicklungsprogramme sehr erfreuliche Fortschritte erzielt. Dies gilt insbesondere für den Wirkstoff Safinamide, dessen Entwicklung sich dem Ende der Phase-III-Studien nähert», lässt sich CEO Luca Benatti in der Mitteilung zitieren. Zudem sei es gelungen, die Patientenrekrutierung für die Phase-III- Studien zu Safinamide abzuschliessen. Weiter hätten Newron und Merck Serono die Zusammenarbeit bei neuen Therapien für Erkrankungen des zentralen Nervensystems erweitert. In der Kooperation mit Merck Serono liege denn auch die höchste Priorität für Newron im weiteren Jahresverlauf, heisst es weiter. Dabei sollen die klinischen Studien zu Safinamide erfolgreich abgeschlossen werden, um die Zulassung des Wirkstoffs für die Indikation Parkinson beantragen zu können.

Geschäftstätigkeit für Grossteil 2012 gesichert
Mit 10,2 Mio EUR an Barmitteln sowie einer Option auf weitere 27,5 Mio CHF im Rahmen einer Equity-Line-Vereinbarung mit Yorkville sei zudem die Geschäftstätigkeit von Newron für einen Grossteil des Jahres 2012 gesichert. Hinsichtlich der weniger fortgeschrittenen Entwicklungspipeline werden zusätzliche Finanzmittel erforderlich sein, um auf die Genehmigung des US-IDN-Antrages für NW-3509, die Entwicklungslizenz für Sarizotan und Pruvanserin sowie die Vorbereitung für die Proof-of-Concept-Studie für Ralfinamide, weitere klinische Entwicklungsaktivitäten folgen zu lassen. (awp/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.