Novo Nordisk bleibt bei Umsatzzielen hinter den Erwartungen zurück – Kurs sinkt

Novo Nordisk bleibt bei Umsatzzielen hinter den Erwartungen zurück – Kurs sinkt
Maziar Mike Doustdar, CEO Novo Nordisk. (Foto: Novo Nordisk)

Bagsvaerd – Der Pharmakonzern Novo Nordisk hat mit seinen mittelfristigen Wachstumsambitionen enttäuscht. Zwar will das Unternehmen bis 2030 aus eigener Kraft im Schnitt pro Jahr genauso schnell wachsen wie die Konkurrenz und die operative Marge mit Blick auf 2030 weitgehend stabil halten. Anleger hatten sich von dem Kapitalmarkttag am Montag aber ehrgeizigere Umsatzziele erhofft und zudem von Unternehmenschef Mike Doustdar konkrete Sanierungspläne erwartet, nachdem der dänische Arzneimittelhersteller seine Führungsposition auf dem boomenden Markt für Abnehmmedikamente an den US-Konkurrenten Eli Lilly & Co verloren hatte. Die Aktie büsste am Montag bis zum Mittag rund 5,5 Prozent an Wert ein.

«Wir müssen härter arbeiten, und das werden wir auch», sagte Doustdar bei der Veranstaltung in London. Novo werde sowohl Übernahmen prüfen als auch den Ausbau der eigenen Pipeline vorantreiben. In der Präsentation fehlten jedoch Details, was genau das Wachstum ankurbeln soll. Laut Mitteilung will Novio bis 2030 mehr als fünf Produkte mit Umsätzen in Milliardenhöhe auf den Markt bringen.

Um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, hat Doustdar bereits Arbeitsplätze gestrichen und Novo ein härteres Auftreten im Wettbewerb auferlegt.

Das Unternehmen musste eine Reihe von Rückschlägen bei klinischen Studien hinnehmen. Dies hat einige Investoren dazu veranlasst, zu hinterfragen, wie erfolgreich Novo wachsen kann, während der Wettbewerb durch Generika für seine Blockbuster zunimmt. Für Ozempic und Wegovy läuft der Patentschutz in Europa und den USA Anfang des nächsten Jahrzehnts aus. (awp/mc/ps)

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