OPEC erwartet 2015 stärkere Ölnachfrage

Opec

OPEC-Sitz in Wien.

Wien – Die anziehende Weltwirtschaft wird nach Einschätzung der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) zu einer stärkeren Nachfrage nach Rohöl führen. Im kommenden Jahr geht das Kartell davon aus, dass der Bedarf um 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) täglich auf 92,3 Millionen Barrel im Tagesschnitt klettern dürfte, hiess es am Freitag im neuen Monatsbericht der Opec.

Dabei könnten «geopolitische Entwicklungen in der Ukraine und dem Nahen Osten die Energiepreise beeinflussen», warnten die OPEC-Experten. Ähnlich äusserten sich zuletzt auch Analysten: Die Märkte könnten durch steigende Ölpreise infolge des Irak-Konflikts belastet werden. Wenn es zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen der sunnitischen Extremistengruppe «Islamischer Staat» (IS) und den USA komme, steige die Furcht vor Angebotsausfällen des zweitgrössten Ölproduzenten der OPEC, hiess es.

Nachfrage wächst 2015 voraussichtlich langsamer
Ein kräftigeres Nachfrageplus erwartet die OPEC im kommenden Jahr aus dem Nahen Osten und Lateinamerika mit mehr als drei Prozent. In China soll der Zuwachs knapp drei Prozent ausmachen. Allerdings dürften die Regionen im Nahen Osten, Lateinamerika und China nächstes Jahr nicht an die für 2014 erwarteten Bedarfszuwächse herankommen.

Die Welt-Rohölnachfrage sieht die OPEC für das laufende Jahr nur noch um 1,23 Prozent oder rund 1,1 Millionen Fass auf etwa 91,1 Millionen Barrel pro Tag klettern – etwas weniger als vor einem Monat angenommen.

Nach Schätzungen des Kartells dürften die OPEC-Mitglieder derzeit 32,9 Prozent des Weltölverbrauchs (von geschätzten 90,98 Millionen Barrel pro Tag) decken. Im Schnitt produzierten die Länder nach Einschätzung von Experten 29,91 Millionen Fass täglich. (awp/mc/ps)

 

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