Paris: Krisengipfel berät über Vorgehen gegen Gaddafi

Nicolas Sarkozy

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy.

Paris – Spitzenvertreter der Europäischen und Afrikanischen Union, der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga werden an diesem Samstag auf einem Krisengipfel in Paris das weitere Vorgehen gegen Libyen beraten. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte das Treffen am Freitag nach Beratungen mit seiner Regierung, aber auch Katars Emir, Scheich Hamad ibn Khalifa al-Thani, angekündigt.

Katar hatte als eines der ersten Nicht-Nato-Länder seine Unterstützung für ein Eingreifen in Libyen zugesagt, für das sich Paris besonders stark einsetzt. Auch Spanien signalisierte am Freitag Bereitschaft an einer Beteiligung. Zuvor hatte Sarkozy mit US-Präsident Barack Obama, EU-Ratspräsident Herman van Rompuy und dem britischen Premierminister David Cameron telefoniert.

Catherine Ashton bespricht sich mit Ban Ki Moon
Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton kündigte in Brüssel Unterredungen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, und dem Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, Jean Ping, in Paris an. Die Britin sagte, die EU als Ganzes konzentriere sich in der Krise auf wirtschaftliche Sanktionen gegen das nordafrikanische Land und humanitäre Hilfe. „Wir haben 4400 Menschen aus Libyen herausgebracht“, sagte die Aussenbeauftragte. Die von ihr geleitete Runde der EU-Aussenminister werde an diesem Montag in Brüssel über das weitere Vorgehen beraten.

Deutschland hält schärfere Sanktionen für sinnvoll
Deutschland hatte sich im UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung zum Flugverbot über Libyen enthalten, hält schärfere Sanktionen aber für sinnvoll. Kanzlerin Angela Merkel, die an dem Libyen-Gipfel in Paris ebenfalls teilnehmen wird, kündigte am Freitag aber eine mögliche Entlastung der Nato durch eine Bundeswehr-Beteiligung an Awacs-Einsätzen in Afghanistan an. (awp/mc/ps)

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