Pfizer-Chef Ian Read tritt Ende Jahr ab

Albert Bourla
Albert Bourla, CEO Pfizer. (Foto: Pfizer)

New York – Wechsel an der Spitze des Pharmariesen Pfizer: Nach acht Jahren im Amt tritt Konzernchef Ian Read von seinem Posten zurück. Zum 1. Januar 2019 werde er die Konzernführung an seinen Stellvertreter Albert Bourla abgeben, teilte der Konzern mit. Bourla ist aktuell im Vorstand für das operative Geschäft des Konzerns zuständig. Read bleibt dem Pharmariesen erhalten und wird Verwaltungsratschef. Im vorbörslichen Handel legte die Pfizer-Aktie zuletzt moderat zu.

Der 65-jährige Read leitet den Konzern seit Ende 2010. Es sei nun an der Zeit, einen Wechsel an der Spitze einzuläuten, erklärte Read laut Mitteilung. Wie Read, der bereits seit 1978 für Pfizer arbeitet, ist auch Bourla ein erfahrener Konzern-Veteran. Der 56-Jährige ist seit 25 Jahren beim Unternehmen und war für Pfizer bereits in zahlreichen Führungsfunktionen tätig, etwa als Leiter des Impf-, Onkologie- und Consumer-Health-Geschäftes. Zuletzt überwachte er das Geschäft mit innovativen Arzneien, bevor er Anfang 2018 in den Konzernvorstand zog.

Jahresgewinn von 21 Mrd Dollar
Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der weltgrösste Pharmakonzern Pfizer gut 53 Milliarden US-Dollar Umsatz und einen Gewinn in Höhe von 21 Milliarden Dollar. Für das kommende Jahr hat das Unternehmen einen Umbau angekündigt. Um stärker und stabiler wachsen zu können, wird das Unternehmen künftig in drei Sparten aufgestellt.

Umfangreiche Medikamentenpipeline
Unter Reads Ägide umschiffte Pfizer die Patentklippe, die dem Konzern hohe Umsatzeinbussen bescherte: Inzwischen verfügt das Unternehmen wieder über eine umfangreiche Medikamentenpipeline. Pfizer hofft auf 25 bis 30 Neuzulassungen bis zum Jahr 2022, von denen bis zu 15 nach Einschätzung des Unternehmens das Zeug zum echten Kassenschlager haben. In Reads Amtszeit fallen aber auch gescheiterte Übernahmeversuche für den britischen Arzneimittelhersteller Astra Zeneca und den irischen Botox-Hersteller Allergan. (awp/mc/pg)

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