Prozess im Fall George Floyd: Der Schmerz geht tiefer

Prozess im Fall George Floyd: Der Schmerz geht tiefer

Im Prozess zum Tod von George Floyd geht es um den Polizisten, der ihm die Luft abschnürte. Aber auch um die Frage, wie die USA mit Rassismus und Polizeigewalt umgehen.

Neun Minuten und 30 Sekunden. Mehr als zwanzig Mal «I can’t breathe». Zehn Monate seit dem Todestag. Zwölf Geschworene. Und ein Land, das auf ein Urteil wartet. An diesem Montag beginnt die Hauptverhandlung gegen den Polizisten Derek Chauvin, der im Mai 2020 mutmaßlich den Schwarzen George Floyd getötet hat. Neun Minuten und 30 Sekunden lang presste Chauvin sein Knie auf den in Handschellen am dem Boden liegenden Floyd.

Chauvin und drei andere Beamte hatten Floyd festgenommen, nachdem ein Ladenangestellter die Polizei gerufen hatte, da er glaubte, Floyd habe mit einem vermeintlich gefälschten Dollarschein bezahlen wollen. Floyds Tod löste Massenproteste im ganzen Land aus, wenige Monate lang schien es, als würde Rassismus das entscheidende Thema im Präsidentschaftswahlkampf werden. Doch wie so oft in den USA wurde schnell anderes wichtiger: Covid, die Wirtschaft, die Besetzung des Supreme Courts. Der gewalttätige strukturelle Rassismus, der die Vereinigten Staaten seit ihrer Gründung prägt, geriet in den Hintergrund.

Auch deshalb ist dieser Prozess so wichtig, geht seine Bedeutung weit über den in Videoaufnahmen sichtbaren, brutalen Einzelfall hinaus: Er bringt die Aufmerksamkeit zurück. Mit ihm verbindet sich die Hoffnung auf Wiedergutmachung und darauf, dass sich grundsätzlich etwas ändert. Wenn es schon die monatelangen Proteste im vergangenen Jahr nicht wirklich vermocht haben.

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