PSA in der Krise – Neue Allianz nicht ausgeschlossen

Phillipe Varin

PSA-Chef Phillipe Varin.

Paris – Der grösste französische Autobauer PSA Peugeot Citroën steckt tief in der Krise. Im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern 3,55 Millionen Fahrzeuge und damit rund 53 000 oder 1,5 Prozent weniger als 2010. Konkurrenten wie Renault oder Europas Nummer eins, Volkswagen, hatten hingegen in den vergangenen Tagen Rekordabsätze verkündet.

Als Grund für die schlechten Zahlen nannte PSA die Schwäche auf dem rückläufigen europäischen Heimatmarkt. Der Marktanteil sei dort um 0,9 Prozent auf 13,3 Prozent zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Ein Plus von 10,8 Prozent bei den Verkaufszahlen ausserhalb Europas konnte die negative Entwicklung in Europa nicht kompensieren. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, wird jetzt offen über neue Kooperationen nachgedacht. «Wir sind bereit (…), aber es muss der richtige Partner gefunden werden», sagte der neue Markenchef Frédéric Saint-Geours.

Allianz mit Fiat?
Italienische Medien hatten zuvor über eine möglicherweise bevorstehende Allianz zwischen PSA Peugeot Citroën und Fiat berichtet. Das Gerücht wurde allerdings weder von italienischer noch von französischer Seite bestätigt. Vor dem Hintergrund der Absatzschwierigkeiten hatte PSA bereits im vergangenen Herbst ein neues Sparprogramm angekündigt, das rund 6000 Jobs kosten könnte. Bereits 2012 sollen 800 Millionen Euro eingespart werden. Die Ergebnisprognose für 2011 ist düster. «Wir werden einen erheblichen Verlust verbuchen», sagte im Dezember Konzernchef Philippe Varin. Konkrete Prognosen für 2012 gab es am Donnerstag nicht. (awp/mc/ps)

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