Sanofi sichert sich Kontrolle über Genzyme

Chris Viehbacher
Christopher Viehbacher, ehemaliger CEO Sanofi.

Sanofi-CEO Chris Viehbacher.

Paris – Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat sich die Kontrolle über das Biotechunternehmen Genzyme gesichert. Nach Ablauf der verlängerten Übernahmefrist am 1. April halte Sanofi-Aventis knapp 85 Prozent der Anteile, teilte der Konzern am Montag mit.

Den Aktionären der noch ausstehenden Anteile gibt Sanofi-Aventis noch bis Donnerstag Zeit, ihre Aktien zu verkaufen. Genzyme soll eine vollständige Tochter von Sanofi werden. Sanofi-Aventis bietet 74 US-Dollar je Genzyme-Aktie. Damit kostet den Konzern die Übernahme des Biotechunternehmens gut 20 Milliarden Dollar.

Auslaufende Patente
Interessant ist Genzyme für die Franzosen vor allem wegen seiner Forschungen an Mitteln gegen seltene Krankheiten. Sanofi-Aventis hat wie viele etablierte Pharmakonzerne das Problem, dass Patente auslaufen und Generika-Hersteller günstigere Nachahmermedikamente auf den Markt bringen. So verlieren Kassenschlager Sanofis wie der Blutverdünner Plavix oder der Gerinnungshemmer Lovenox bis 2013 ihren Patentschutz. (awp/mc/ps)

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