Schlechter Sommer sorgt bei Brauereikonzern Heineken für Durststrecke

Jean-François van Boxmeer
Heineken-CEO Jean-François van Boxmeer.

Heineken-CEO Jean-François van Boxmeer.

Amsterdam – Der miese Sommer in Europa macht dem weltweit drittgrössten Brauereikonzern Heineken zu schaffen. Im dritten Quartal bremste der Heimatkontinent mit spürbaren Rückgängen beim Absatz die Wachstumsmärkte der Niederländer aus, wie das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mitteilte. Dabei zog sich die Schwäche quer von West- über Zentral- bis nach Osteuropa. Der Nettogewinn sackte um 5 Prozent auf 460 Millionen Euro ab, der Umsatz fiel um 1,5 Prozent auf 5,10 Milliarden Euro. Ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe wären die Erlöse knapp gestiegen.

Unter den Bedingungen von vor einem Jahr setzte das Unternehmen insgesamt überraschend weniger Bier ab. Steigende Preise und Lizenzgebühren konnten die Schwäche in Europa nicht wettmachen. In Westeuropa gab es in Spanien wegen der konjunkturellen Besserung einen Lichtblick, in Deutschland wuchs der Absatz den Angaben zufolge ebenfalls. In Russland sei der Biermarkt weiter von Gesetzgebung und einem schwächeren wirtschaftlichen Umfeld belastet, hiess es.

Für das Gesamtjahr bleibt Vorstandschef Jean-Francois van Boxmeer auch wegen des guten Abschneidens in amerikanischen und asiatischen Märkten dabei: Der Absatz soll mit der operativen Marge steigen. (awp/mc/ps)

 

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