Shell-Eigengewächs van Beurden wird neuer Konzernchef

Ben van Beurden

Ben van Beurden.

Den Haag – Der Niederländer Ben van Beurden wird im kommenden Jahr neuer Vorstandschef des niederländisch-britischen Ölkonzerns Shell . Der 55-Jährige Shell-Manager soll zum Jahreswechsel Nachfolger des Schweizers Peter Voser werden, teilte Shell mit. Van Beurden arbeitet seit 30 Jahren in verschiedenen Funktionen im Konzern, seit Anfang dieses Jahres leitet er das Geschäft mit den Raffinerien. Voser (54) hatte im Mai seinen Abschied angekündigt. Er stand seit 2009 an der Unternehmensspitze.

Van Beurden hatte 1983 nach seinem Studium an der Technischen Universität Delft als chemischer Ingenieur bei Shell begonnen. «Ben kennt die Industrie sehr gut und hat Führungserfahrungen bei einer breiten Skala von Shell-Betrieben gesammelt», erklärte Shell-Verwaltungsratschef Jorma Ollila.

Überraschende Wahl im Sinne der Kontinuität
Analysten sprachen im niederländischen Fernsehen von einer Überraschung, da der designierte Vorstandschef ausserhalb des Konzerns wenig bekannt sei. Mit der Entscheidung setze Shell auf Kontinuität in der Unternehmenspolitik.

Erfolgreiche Eigengewächse
Van Beurden wird der dritte Shell-Chef in Folge, der Karriere im eigenen Haus gemacht hat. Der heutige Chef Voser will im März 2014 nach 29 Jahren den Konzern verlassen. Sein Vorgänger, der Niederländer Jeroen van der Veer, war 33 Jahre lang bei Shell.

Der künftige Shell-Chef arbeitete unter anderem für das Unternehmen in den Niederlanden, Afrika, den USA und zuletzt in Grossbritannien. Seit Januar leitet der Vater von vier Kindern die Abteilung Raffinerien. (awp/mc/upd/pg)

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