Shell-Gewinn bricht um ein Drittel ein

Peter Voser

Peter Voser, CEO Shell. (© Shell)

London / Paris – Der Ölkonzern Shell hat im dritten Quartal vor allem das schwierige Raffinerie-Geschäft zu spüren bekommen. Der bereinigte Gewinn auf vergleichbarer Kostenbasis (CCS) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel auf 4,5 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Donnerstag in London mitteilte. Analysten hatten mit deutlich mehr Gewinn gerechnet.

Höhere Kosten im Upstream-Geschäft, also der Erschliessung und Förderung von Öl und Erdgas, haben ebenso belastet wie weiterhin bestehende Probleme im Förderland Nigeria. «Wir spüren Gegenwind von schwachen Gewinnmargen im Raffineriegeschäft in der ganzen Branche und durch die Sicherheitssituation in Nigeria, die auch den Ausblick für die nahe Zukunft trübt», sagte Vorstandschef Peter Voser.

Höhere Dividende
Die Probleme seien nur zum Teil durch bessere Chemie-Geschäfte und höhere Fördervolumina kompensiert worden, sagte Shell-Finanzvorstand Simon Henry. Als Dividende will Shell den Anteilseignern für das abgelaufene Quartal mit 45 US-Cent zwei Cent mehr ausschütten als im Vorjahreszeitraum. In den vergangenen zwölf Monaten habe Shell mehr als elf Milliarden Dollar an Dividende ausgeschüttet. Im Laufe des Jahres 2013 sollen Aktien für insgesamt fünf Milliarden Dollar zurückgekauft werden. «Dies unterstreicht unser Bekenntnis zu Erträgen für die Aktionäre», betonte er. Als Quartalsumsatz nannte der Konzern eine Steigerung um 2,5 Prozent auf 118,3 Milliarden Dollar.

Für die Zukunft habe Shell neue Öl- und Gasfelder erschlossen, etwa in Brasilien, Australien und im Irak. Henry verspricht sich dadurch gute Geschäfte von 2014 an. «Ich erwarte, dass 2014 der Höhepunkt bei unseren Netto-Investitionen sein wird», sagte er. (awp/mc/upd/ps)

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