Siemens könnte Gebot für Alstom mit Signaltechniksparte versüssen

Joe Kaeser
Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender Siemens AG. (Foto: Siemens)

Siemens-Chef Joe Kaeser. (Foto: Siemens)

Paris – Im Rennen um die Energiesparte des französischen Konzerns Alstom könnte Siemens einem Bericht zufolge neben der Bahnsparte noch die Signaltechnik anbieten. Dies berichtete die französische Zeitung «Les Echos» am Wochenende unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Noch ist aber überhaupt offen, ob Siemens im Kampf um Alstom gegen den Konkurrenten General Electric offiziell in den Ring steigt. Siemens-Chef Joe Keaser sagte dem «Spiegel», dass noch viele Fragen offen sind. «Und wenn die Dinge für uns überschaubar sind, entscheiden wir Ende des Monats, ob wir ein konkretes Angebot abgeben.»

GE bietet gut 12 Mrd Euro
Der Alstom-Verwaltungsrat hatte den Aktionären empfohlen die bindende Offerte von GE, die allerdings nur auf die Energiesparte bezogen ist, empfohlen. Die Amerikaner bieten brutto etwas mehr als 12 Milliarden Euro. Da Alstom aber noch knapp 2,5 Milliarden Euro an Barreserven besitzt, liegt der Nettowert der Offerte bei etwas unter zehn Milliarden Euro.

Rennen noch offen
Entschieden ist das Rennen aber noch nicht. So spricht sich zum Beispiel die französische Politik für eine Offerte von Siemens aus. So hatte Frankreichs Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg das Angebot der Amerikaner immer wieder vehement abgelehnt und auf einen Siemens-Vorstoss gesetzt. (awp/mc/ps)

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